Linz (OTS) - Die Nervosität und Gereiztheit der SPÖ im oö. Landtag war gestern mit Händen zu greifen. Kein Wunder, denn ein schlechtes Gewissen ist kein sanftes Ruhekissen. Offensichtlich drückte die tiefe Kluft zwischen Sein und Schein, zwischen Tun und Reden, zwischen der eigenen finanziellen Gebarung und der politischen Agitation einigermaßen aufs Gemüt. Wenn das so ist, besteht vielleicht doch noch ein wenig Hoffnung auf Besserung. Wer kann sich schon wohl fühlen, wenn er im Landtag, völlig zu Recht, über die Abzocker wettert, die Gier anprangert und die ungerechte Verteilung der Steuerlasten beklagt - im Wissen, dass er selbst sein Vermögen in einer Stiftung vor dem Staat in Sicherheit gebracht hat. Zur Klarstellung: Stiftungen sind legal, niemandem soll ein Vorwurf gemacht werden. Aber: Die Vorteile in Anspruch zu nehmen und gleichzeitig publikumswirksam nach Steuergerechtigkeit zu rufen - das passt nicht zusammen. Genau so wie es nicht zusammenpasst, dass der oö. SPÖ-Chef die Dividendenzahlungen der Voest anprangert, während die SPÖ-dominierte Linz AG ordentlich Dividenden ausschüttet. Wie gesagt: Sein und Schein, Tun und Reden, Handeln und Politik - ein bisserl, Genossen, sollte das schon zusammen passen!
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