OTS0014 / 03.05.2009 / 10:41 / Channel: Politik / Aussender: ÖVP Bundesparteileitung
Stichworte: Budget / EU / EVP / Karas / Steuern / ÖVP


Karas fordert europäische Finanztransaktionssteuer bis 2010 =


   Utl.: Mindestens 60 Mrd. Euro zur Schaffung neuer Arbeitsplätze =
    Wien, 3. Mai 2009 (ÖVP-PD) "Diesen Herbst, spätestens aber bis 
Ende des Jahres muss die EU-Kommission einen konkreten Vorschlag 
für eine europaweite Finanztransaktionssteuer vorlegen. Angesichts 
der Wirtschaftskrise müssen wir jetzt in Europa Nägel mit Köpfen 
machen. Bei einer Besteuerung von Finanztransaktionen in Höhe von 
nur 0,01 Prozent könnten europaweit mindestens 60 Milliarden Euro 
lukriert werden. Die Einnahmen aus dieser Steuer sollen 
zweckgebunden für die Schaffung neuer und zukunftssicherer 
Arbeitsplätze verwendet werden", forderte heute ÖVP-
Europaklubobmann Mag. Othmar Karas. "Eine solche Besteuerung 
bedeutet bei einer Transaktion von 1000 Euro nur 10 Euro 
Steuerbelastung. Ein kleines Packerl für den Finanzmarkt, ein 
großes Paket für die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Das ist 
Europapolitik mit Augenmaß und Verantwortung, das ist ein konkreter 
europäischer Mehrwert für die Menschen", betonte Karas. ****
    In der Festlegung der Steuerhöhe besteht für Karas ausreichend 
Spielraum: "Zwischen 0,01 und 0,03 Prozent Steuerhöhe sind denkbar 
- und damit Einnahmen bis zu 180 Milliarden Euro zur Schaffung von 
Arbeitsplätzen. Jetzt muss die Kommission rasch einen Vorschlag auf 
den Tisch legen, der vom Europäischen Parlament und dem Rat bis 
Anfang 2010 verhandelt und beschlossen wird. Beim Frühjahrsgipfel 
der G20 kann die EU ein ausgewogenes europäisches Modell auf den 
Tisch legen: Unseren Vorschlag für eine weltweite Antwort auf die 
Wirtschaftskrise."
    "Die Debatte über eine Finanztransaktionssteuer gibt es schon 
lange, vor allem von Österreich auf europäischer Ebene betrieben. 
Bislang war die Kommission hier untätig. Damit muss Schluss sein. 
Ein konkreter Vorschlag zu einer Finanztransaktionssteuer muss die 
erste Aufgabe der neuen Kommission sein. Auf G-20 Ebene haben wir 
nur eine Chance, wenn es ein europäisches Modell gibt. Dafür werde 
ich kämpfen", so der Vizepräsident der größten Fraktion des 
Europäischen Parlaments abschließend.
Rückfragen: Mag. Othmar Karas MEP, Tel.: +32-2-284-5627 
(othmar.karas@europarl.europa.eu) oder Mag. Philipp M. 
Schulmeister, EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21 
(philipp.schulmeister@europarl.europa.eu)
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0014    2009-05-03/10:41
031041 Mai 09
NVP0001 0314