Wien (OTS) - Die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga
Rabl-Stadler, kritisiert in der morgigen Ausgabe der Tageszeitung
ÖSTERREICH das sogenannte "Antikorruptionsgesetz". In Zeiten der
Krise finde sie es "verantwortungslos von den Politikern, dass sie
zusätzlich noch Prügel werfen wie das Antikorruptionsgesetz".
Speziell der sogenannte "Anfütterungsparagraph" des Gesetzes
gehöre "ersatzlos gestrichen".
Dieser Passus, so Rabl-Stadler, "kriminalisiert die
Gastfreundschaft, erschwert das Netzwerken ungeheurlich und stellt
jede Einladung unter den Generalverdacht einer späteren strafbaren
Handlung".
Durch diesen Paragraphen würde "ein Spitzelwesen" gezüchtet: "Wir
haben offensichtlich in Österreich eine gewisse Freude am Vernadern.
Es werden die niedrigsten Instinkte evoziert", so Rabl-Stadler.
Siemens und Uniqa, zwei Hauptsponsoren der Salzburger Festspiele,
hätten es bereits deutlich gesagt: "Wenn sich beim
Antikorruptionsgesetz nichts ändert, werden sie 2010 entsprechende
Konsequenzen ziehen", so Rabl-Stadler.
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OTS0077 2009-04-25/15:50
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