- 20.04.2009, 10:05:48
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Kaufmann: Die jährliche Milchquotenerhöhung muss ausgesetzt werden
Maßnahme soll die Existenz bäuerliche Betriebe in Österreich sichern
Wien (SK) - "Die weltweite Wirtschaftskrise hat mittlerweile auch
unsere Land- und Forstwirtschaft in der Steiermark und Österreich
erfasst. In den letzten Monaten waren unsere Milchbauern im Land mit
dramatischen Erzeugerpreisrückgängen konfrontiert. Aufgrund des
anhaltenden Marktdruckes sind die Erzeugerpreise neuerlich zwischen 5
und 10 Cent gesunken. Aus diesem Grund sind seitens der
Bundesregierung sowie seitens des Landes Steiermark sofortige
Maßnahmen dringend notwendig", fordert die
SPÖ-Bundesbauernvorsitzende Monika Kaufmann. ****
Mit einem Wertschöpfungsanteil von mehr als einem Viertel stellt
die Milchproduktion für einen Großteil der landwirtschaftlichen
Betriebe in den Berg- und Grünlandregionen die zentrale
wirtschaftliche Existenzgrundlage dar. "Die Fehlentscheidung der
EU-Agrarminister - auch Österreichs - und der EU Kommission, die
Milchquote trotz Überangebot auf den Märkten zu erhöhen, hat fatale
Auswirkungen. Sämtliche Appelle, die produzierten Mengen flexibel an
den Markt anzupassen, wurden abgeschmettert, was dazu führt, dass auf
tausende Milchbauern verheerende wirtschaftliche Folgen zukommen",
erklärt Kaufmann.
Die falschen Entscheidungen sind sofort rückgängig zu machen und
die Milchmarktpolitik ist umgehend zu reformieren.
Die Absicherung des Milchstandortes in Österreich wie auch in der
Steiermark sollte einerseits durch einen gerechten Milchpreis für die
Bäuerinnen und Bauern sowie die Erhaltung der Arbeitsplätze in
unseren Milchverarbeitungsbetrieben gesichert werden, fordert
Kaufmann.
Die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten müssen in
diesem Zusammenhang die von ihnen gewünschte Qualität und Herkunft
der Milchprodukte zu einem fairen Preis erhalten.
Kaufmann fordert die steirische Landesregierung auf, an die
österreichische Bundesregierung heranzutreten und folgende Maßnahmen
umzusetzen:
- Die jährliche Milchquotenerhöhung ist auszusetzen und diese Quote
solange in der nationalen Reserve zu halten, bis der Milchmarkt
wieder aufnahmefähig ist.
- Das System der Saldierung ist in Österreich mit sofortiger Wirkung
zu beenden
- Die ausverhandelte Milchkuhprämie in Höhe von Euro 50 Millionen ist
bereits mit 01.07.2009 einzuführen
- Die Milchkuhprämie von Euro 50 Millionen ist ausschließlich für die
Milchkühe zu verwenden, so die Forderungen der
Bundesbauernvorsitzende Monika Kaufmann. (Schluss) mw
Rückfragehinweis:
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