• 17.04.2009, 09:30:00
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  • OTS0043 OTW0043

Patientenrechte: Österreich nur im europäischen Mittelfeld

Neue Broschüre fördert Teamwork zwischen Patient und Therapeut

St. Pölten (OTS) - Der Patient, ein gleichberechtigter Partner im
Behandlungsprozess: viel hat sich in den vergangenen Jahren
verbessert, aber im europäischen Vergleich hinkt Österreich noch
immer nach. Eine Studie über den Stellenwert der Patienten in
verschiedenen Gesundheitssystemen Europas zeigt deutliche Mängel bei
Informationen über Patientenrechte und Behandlungsqualität. Hier
setzt eine neue Broschüre der NÖ Patientenanwaltschaft in
Zusammenarbeit mit der ARGE Selbsthilfe Österreich und Pfizer an.

Health Consumer Powerhouse untersuchte in 31 europäischen Ländern
Rolle und Einfluss der Patienten ('Empowerment of the European
Patient'): am besten schneidet Dänemark ab, dahinter Deutschland und
ex aequo Finnland und die Schweiz. "Österreich liegt auf dem mageren
zehnten Gesamtplatz, in der Kategorie 'Patientenrechte' überhaupt nur
auf Rang 15", fasst Niederösterreichs Patientenanwalt Gerald
Bachinger die Ergebnisse zusammen. "Die Studienautoren empfehlen zur
Verbesserung eine detaillierte und gut verständliche Information der
Patienten über ihre Rechte und über die Qualität der jeweiligen
Gesundheitsanbieter."

Praxistipps statt grauer Theorie

Diese Lücke beginnt nun eine neue Broschüre über Patientenrechte
zu füllen. Herausgegeben wird sie von der NÖ Patientenanwaltschaft
gemeinsam mit der ARGE Selbsthilfe Österreich und Pfizer zum
Europäischen Tag für Patientenrechte am 18. April. "Grundgedanke
dieses Leitfadens ist, eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen
Patient und Therapeut zu fördern", so Bachinger. "Das Teamwork auf
gleicher Augenhöhe kann nur gelingen, wenn der Patient über Rechte
und Möglichkeiten informiert ist. Die Broschüre ist keine Sammlung
von Paragrafen und Vorschriften, sondern eine verständliche,
praktische Aufbereitung der Patientencharta und erleichtert damit
Entscheidungen von Patient oder Angehörigen."

Die Broschüre ist nach häufig auftauchenden Fragen strukturiert,
etwa zur Mitbestimmung durch Angehörige, Verordnung und Einnahme von
Arzneimitteln, der Patientenverfügung oder Entschädigung bei
Behandlungsfehlern. Kontaktdaten zu Patientenanwälten und
Selbsthilfegruppen sind ebenso inkludiert, wie Verweise auf seriöse
Informationsquellen im Internet.

In dieser Aufklärungsarbeit sieht Patientenanwalt Bachinger auch
positive Effekte für das Gesundheitssystem: "Nur wenn Patienten aktiv
in den Entscheidungsprozess miteinbezogen werden, können sie auch
lernen, Selbstverantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und
sorgsam mit ihrem Körper umzugehen."

Die Broschüre ist gratis und kann als Druckexemplar bei der NÖ
Patientenanwaltschaft bestellt oder auf der Homepage
www.patientenanwalt.com heruntergeladen werden.

Link zur Studie 'Empowerment of the European Patient':
http://www.healthpowerhouse.com/

Veranstaltungshinweis:
"Patientenrechte & Arzneimittel - Haben Chefärzte wirklich das
letzte Wort?"

Es diskutieren:
- Dr. Gerald Bachinger, NÖ Patientenanwalt
- Dr. Marie-Luise Plank, Rechtsanwältin
- Mag. Monika Maier, ARGE Selbsthilfe

Mittwoch, 27. Mai 2009, 18.00 Uhr
Österreichisches Rotes Kreuz, Wiedner Hauptstraße 32, 1040 Wien

Rückfragehinweis:

Dr. Gerald Bachinger
   NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft
   Rennbahnstrasse 29; Tor zum Landhaus, 3100 - St. Pölten
   Tel.: +43 (0)2742/90 05-15575
   Mobil: +43 (0)676/812 15575
   Fax.: +43 (0)2742/90 05-15660
   E-Mail: [email protected]
   Web: www.patientenanwalt.com

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