- 16.04.2009, 12:21:30
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FORMAT: Geheimbericht des Serious Fraud Office belastet Alfons Mensdorff-Pouilly
Schmiergeld-Budget laut SFO-Bericht 107,6 Millionen Euro
Wien (OTS) - Ein streng vertraulicher Bericht des Londoner
"Serious Fraud Office" (SFO) - das Betrugsdezernat des britischen
Generalstaatsanwalts - wirft dem Waffenlobbyisten Alfons
Mensdorff-Pouilly Bestechung bei zentral- und osteuropäischen
Rüstungsdeals wie etwa der Eurofighter-Beschaffung vor. Dies geht aus
einer Exklusiv-Story des am Freitag erscheinenden Wirtschaftsmagazins
FORMAT hervor.
"Das SFO hat gute Gründe zur Annahme, dass British Aerospace mit
Hilfe von Mensdorff als ihrem Vertreter die Beschaffungsvorgänge in
Österreich, Ungarn und in der Tschechischen Republik korrumpierte",
heißt es in dem 30 Seiten starken SFO-Bericht an das
Justizministerium, der FORMAT exklusiv vorliegt. Insgesamt wurden
Mensdorff von British Aerospace (BAE) laut SFO-Akt rund 107,6
Millionen Euro für "Drittzahlungen" ("3rd Party Payments")
bereitgestellt. Wie viel davon tatsächlich verteilt wurden, ist
unklar. Fest steht, dass die Staatsanwaltschaft Wien rund 14
Millionen Euro, die über Mensdorff-Konten geflossen sind, als
fragwürdig erachtet. Zitat aus dem SFO-Dossier: "Es gibt gute Gründe
zur Annahme, dass ‚Drittzahlungen’ korrupte Zahlungen sind."
Zudem veröffentlicht FORMAT erstmals eine Liste jener Personen gegen
die das "Serious Fraud Office" ermittelt: Neben Mensdorff-Pouilly
sind prominente BAE-Spitzenmanager, wie etwa Sir Richard Harry Evans,
Michael John Turner und Julian Scopes, involviert. Für alle genannten
Personen gilt die Unschuldsvermutung.
Rückfragehinweis:
FORMAT Business, Ashwien Sankholkar,
01-21755-4126
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