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OTS0244   9. Apr. 2009, 19:16

"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR VON RALF MOSSER: Von erbärmlich bis demaskierend


Zwischen 1996 und 2006 stiegen die Löhne
jährlich um 2,8 Prozent, die Unternehmens- und Vermögenserträge um
5,4 Prozent. Das bewirkte eine Umverteilung von unten nach oben. Das
Ergebnis: Die Reichen werden immer reicher. Das oberste Promille (!)
der Österreicher besitzt gleich viel Vermögen wie die gesamten
unteren 50 Prozent.

Durch die Krise geht es im Verteilungskampf nicht mehr darum, wer
bekommt wie viel vom Kuchen, sondern wer gibt was her. Mit einer
höheren Besteuerung des Vermögens und der Aktiengewinne sowie der
Abschaffung von Steuervorteilen für Stiftungen müssten jene, die in
den fetten Zeiten Speck angesammelt haben, wenigstens einen kleinen
Teil zurückgeben. Dass sie sich dagegen wehren und dass sie die ÖVP
dabei unterstützt, versteht man. Dass allerdings Kanzler Faymann in
dieser Causa vor dem Koalitionspartner einen Kotau macht, ist
erbärmlich; und dass BZÖ und FPÖ - die selbst ernannten Anwälte des
kleinen Mannes - gegen die
Steuern auftreten, demaskierend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0244 2009-04-09 19:16 091916 Apr 09 KTI0001 0179



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