• 08.04.2009, 20:19:57
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Neues Volksblatt: "Heeres-Bürde" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 9. April 2009

Linz (OTS) - Wer sich am Dienstag Abend den ORF-Report zu Gemüte
geführt hat, weiß spätestens seit diesem Zeitpunkt, warum Norbert
Darabos in den letzten Wochen als Heeresminister praktisch abgetaucht
ist. Doch mit seinen Anti-Doping-Aktivitäten kann auch ein
Sportminister Darabos nicht auf Dauer übertünchen, zu welcher
Baustelle er das Bundesheer gemacht hat. Wenn sogar jene Generäle,
die er sich selbst ausgesucht hat, beim Minister mit einer
Zustandsanalyse abblitzen, dann steckt da ganz offensichtlich jemand
den Kopf in den Sand.
Dass Darabos in Sachen Doping dafür gar so aus der Deckung gekommen
ist, war nichts anderes als eine Blendgranate. Denn tatsächlich
zuständig für den Kampf gegen die illegalen Aufputschmethoden im
Spitzensport sind Justiz und Exekutive. Dort leistet man auch ganze
Arbeit, ohne sich dafür ständig öffentlich zu brüsten. Genau genommen
schmückt sich Darabos also in dieser Sache mit fremden Federn.
Der SPÖ-Verteidigungsminister wider Willen kann sich auch nicht
darauf ausreden, die Probleme beim Heer von seinen Vorgängern geerbt
zu haben. Dafür ist er schon zu lange im Amt - einem Amt freilich,
das dem Zivildiener vom ersten Tag an eine Bürde war. So wie er
selbst für das Heer eine Bürde ist.

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