• 08.04.2009, 13:42:32
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Erdbebengefahr auch in Österreich

40 mal im Jahr wackelt bei uns spürbar die Erde

Wien (OTS) - Die Erde ist ständig in Bewegung. Und das Erdbeben in
Mittelitalien ruft leidvoll in Erinnerung, wie verletzlich die vom
Menschen geschaffene Infrastruktur ist. Auch Österreich gilt als
Erdbebengebiet - die Allianz zeigt die möglichen Schadenpotenziale
auf.

Trotz dramatischer Bilder mangelt es in Österreich noch immer am
entsprechenden Risikobewusstsein für die latente Erdbebengefahr. Denn
Nachrichten von Erdbebenkatastrophen erreichen uns meist nur aus weit
entfernten Ländern wie Pakistan oder Japan. Doch hat es Erdbeben wie
nun in Mittelitalien durchaus auch schon hierzulande gegeben. "Ein
starkes Erdbeben im Wiener Becken könnte einen Gesamtschaden von
mehreren Milliarden Euro verursachen", erklärt Mag. Rupert Pichler,
Naturgefahrenexperte der Allianz Versicherung in Österreich.

Das Beben anno 1590 in Neulengbach oder jenes von 1927 in
Schwadorf seien mit dem in Mittelitalien vergleichbar. Die
Schwadorfer Ortschronik berichtet: "Sämtliche Häuser beschädigt,
Schulen, Pfarrhof, Gendarmerie, Kindergarten, Gemeindegasthaus und 10
weitere Gebäude tw. irreparabel baufällig". Doch Erdbeben geschehen
nicht bloß alle paar hundert Jahre, sondern ständig. "Im Inntal bebt
die Erde oft mehrmals in der Woche", so Pichler, doch zumeist eben
unter der menschlichen Wahrnehmungsgrenze. Besonders gefährdet sind
das Wiener Becken, das Mur-/Mürztal, das Tiroler Inntal sowie das
Rheintal in Vorarlberg und das südliche Kärnten. Weltweit werden
jährlich mehrere Millionen Erdbeben registriert, etwa 140.000 davon
sind für den Menschen bemerkbar.

Prävention möglich - Prognose kaum

In den Jahrbüchern der Wiener Zentralanstalt für Meteorologie und
Geodynamik finden sich 1747 für Menschen spürbare Erdbeben in
Österreich. Und Vorhersagen sind auch nach dem aktuellen Stand der
Wissenschaft kaum möglich. Auch Prävention beschränkt sich weitgehend
auf die Beachtung baulicher Stabilität.

Die von der Allianz standardmäßig in den Gebäude- und
Haushaltspolizzen mit eingeschlossene Deckung reicht jedenfalls für
kleinere Erdbebenschäden aus. Anzuraten sei jedoch die erweiterte
Deckung, die bis zu zehn Prozent der Versicherungssumme erreichen
kann und auch gröbere Schäden abdeckt. Eine Vollwertdeckung für
Erdbeben sei im derzeitigen System jedoch einfach nicht machbar, so
Pichler. Eine Pool-Lösung mit einer breiten Risikostreuung hat der
Versicherungsverband bereits vor Jahren erarbeitet, doch für deren
Umsetzung liegt der Ball nun bei der Politik.

Downloads unter www.allianz.at: Abdruck honorarfrei

- Foto Mag. Rupert Pichler (C) Allianz
- Landkarte - besonders gefährdete Gebiete
- Landkarte - Erdbeben mit entstandenem Schaden
- Beben pro Bundesland - Aufstellung
- Starke Beben in der Geschichte - Aufstellung

Nützliche Links:

- Live-Seismogramm der Zentralanstalt für Meteorologie und
Geodynamik (ZAMG) http://geoweb.zamg.ac.at/index.html.de

- Erdbeben - Methodik und Darstellungsform
http://www.wassernet.at/article/archive/13529

Rückfragehinweis:

Dr. Marita Roloff
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Gruppe in Österreich
   Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien
   Tel: 01/878 07 - 80726, Fax: - 40261
   mailto:[email protected]
   Internet: www.allianz.at

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