- 06.04.2009, 11:41:43
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Neue Wege in der Pflege durch Bachelor für Gesundheitswesen
Burgstaller: Salzburg setzt damit als eines der ersten Bundesländer europäische Standards um / Start im Herbst 2009
Salzburg (OTS) - (LK) Ab Herbst startet an der Fachhochschule
Salzburg ein dreijähriger Studiengang für
"Gesundheits- & Krankenpflege". Zusätzlich wird bereits jetzt an der
Paracelsus Medizinischen
Privatuniversität (PMU) ein siebensemestriges
pflegewissenschaftliches Studium in Kombination mit einer
dreijährigen Gesundheits- und Krankenpflege-Ausbildung angeboten.
"Salzburg setzt damit als eines der ersten Bundesländer europäische
Standards im Pflegebereich um", erklärte heute, Montag, 6. April,
Salzburgs Bildungs- und Gesundheitsreferentin Landeshauptfrau Mag.
Gabi Burgstaller bei einem Informationsgespräch in der Fachhochschule
in Puch-Urstein.
Schon seit langer Zeit hätten Vertreter der Gesundheits- und
Krankenpflegeberufe gefordert, dass auch dieser Bereich eine
zeitgemäße hochschulische Ausbildung benötigt. Österreich hat sich
(zuständig ist dafür der Bund) als einer der letzten EU-Staaten im
Frühjahr 2008 mit der entsprechenden Verordnung dazu entschlossen,
endlich die Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung zu
akademisieren. "Salzburg nimmt - neben Wien und Niederösterreich -
dabei eine Vorreiterrolle ein", so Burgstaller weiter. Der neue
Studiengang sei inhaltlich kein "Ausreißer" im Studienangebot der
Fachhochschule. "Bereits seit einigen Jahren haben wir - ebenfalls
als Vorreiter - die Einführung von FH-Bachelorstudiengängen anstelle
der früheren MTD-Akademieausbildungen betrieben und umgesetzt. Diesen
akademischen Abschluss wird es nun auch für die Gesundheits- und
Krankenpflege geben", sagte die Landeshauptfrau. Möglich wurde das
durch einen Kooperationsvertrag zwischen dem Land Salzburg, den SALK
und der Fachhochschule Salzburg, der zu Jahresbeginn 2009
unterzeichnet wurde. Er regelt die Zusammenarbeit zwischen FH
Salzburg und Universitätsklinikum Salzburg, die Bereitstellung von
Personal und Praktikumsplätzen und natürlich die Finanzierung.
Das Land stellt der Fachhochschule für den laufenden Betrieb der
Studiengänge zusätzlich zu den Bundesgeldern mehr als vier Millionen
Euro pro Jahr zur Verfügung. "Darin sind aber die sechs
gesundheitswissenschaftlichen Studiengänge noch nicht enthalten. Die
bezahlt das Land noch zusätzlich - und alleine, weil der Bund sich
finanziell an diesen Studiengängen nicht beteiligt. Das gilt auch für
den neuen Studiengang für Gesundheits- & Krankenpflege, der ebenfalls
ausschließlich mit Landesgeldern finanziert wird. Das ist viel Geld -
aber es ist ein gut angelegtes", ist Gesundheitsreferentin
Burgstaller überzeugt, denn "unsere Bevölkerung wird rasch älter -
Gesundheits- und Pflegeausbildung sind auch in dieser Hinsicht eine
wichtige gesellschaftliche Zukunftsinvestition. Der Bund wird sich
aber in Zukunft nicht mehr vor dieser Aufgabe drücken können. Die
Länder waren bisher ohnehin fair und haben die dreijährigen
Ausbildungen ausschließlich oder größtenteils selber finanziert, auch
seit daraus FH-Studiengänge geworden sind. Aber eher früher als
später wird es auch in diesem Bereich einige weiterführende
FH-Masterstudiengänge geben müssen und diese sind in jedem Fall eine
Aufgabe und finanzielle Verpflichtung des Bundes."
Mit dem neuen Studiengang kann das gesetzliche Ziel der
Befähigung zur eigenverantwortlichen Tätigkeit nun erreicht und
umgesetzt werden. Laut einer aktuellen Studie verringert sich die
Dauer eines Krankenhausaufenthalts je besser die Pflege ist. Eine
wichtige Aufgabe kommt dabei dem Pflegepersonal als unverzichtbare
Schnittstelle in der Kommunikation zwischen Arzt und Patienten zu.
Auch hier schafft das Bachelorstudium durch wissenschaftliches
Arbeiten eine bessere Grundlage. "Der akademische Abschluss wird
darüber hinaus auch zur Imageverbesserung der Pflegeberufe an sich
beitragen. Pflegerische und ärztlich-medizinische Betreuung werden
künftig deutlicher auf Augenhöhe kommunizieren. Insgesamt werden die
Gesundheitswissenschaften in Zukunft wie kaum ein anderes Berufsfeld
enorm an Bedeutung gewinnen. Ich bin daher überzeugt, dass wir mit
diesem Studiengang dazu beitragen, dass Salzburg seinen Spitzenplatz
in der Gesundheitsversorgung der Menschen weiter ausbaut", sagte
Burgstaller.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at
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