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OTS0052   4. Apr. 2009, 19:09

Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar: Kleinigkeiten zum Wundern (von Claudia Grabner)

Ausgabe, 5. April 2009


Es wäre vielleicht gar nicht so unspaßig, würde sich
Meinl V. nach Uruguay verjetten. Nicht, dass es irgendetwas ändern
würde an unserem morbid gewordenen Vertrauen sowohl in einen
desaströsen Kapitalismus wie in eine seiltänzerische Justiz. Aber:
Schadenfreude ist auch etwas Feines. Vor allem in Zeiten, die nicht
mehr allzu viel Lachhaftes hergeben. Wie auch immer: Meinl wäre weg.
Österreich blieben 100 Millionen. Plus Zinsen. Ja. Zinsen würde der
gute Mohr nämlich auch kassieren, so er brav zu Hause bliebe. Bei
einer Mindestveranlagung wären das um die 1,75 Millionen Euro. Pro
Jahr.
Bis dahin sei empfohlen, sich über die Auswüchse des
finanzgesteuerten Weltsystems wahlweise zu wundern oder zu ärgern.
Wobei man beim Wundern besser aufgehoben ist: Das beginnt etwa bei
der Kleinigkeit der Geldüberweisung. Haben Sie schon einmal ein paar
Euro über die rot-weiß-rote Grenze verschoben? Wie lange hats
gedauert? Drei, vier Tage? Eben. Beim Herrn Meinl Julius war man
hurtiger unterwegs. In 50 Minuten ist das Geld am Konto gewesen ...

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0052 2009-04-04 19:09 041909 Apr 09 KTI0001 0195



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Rückfragehinweis: Neue Kärntner Tageszeitung
Viktringer Ring 28
9020 Klagenfurt

Mag. Claudia Grabner
Tel.: 0463/5866-532
E-Mail: claudia.grabner@ktz.at

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