Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar "Die Krise und ihre Proponenten" (von Claudia Grabner)
Ausgabe, 2. April 2009
Klagenfurt (OTS) - Die einen verlieren den Kopf - das sind die
Hysteriker. Die anderen bewahren kühlen Kopf das sind die Taktiker.
Die anderen kennen nur ihren Kopf - das sind die Ewiggestrigen. Allen
drei gemeinsam ist ihre Spielwiese. Die Krisenzeit.
Erstere (Hysteriker) reizen ihre Aufgeregtheit mit überstürzter
Handlung aus. Ob verworren, verwirrt - Hauptsache, etwas fordern.
Beispielsweise sich in eine Vermögenszuwachssteuer verkrallen, die
"sich zum jetzigen Zeitpunkt zur Nebensächlichkeit reduziert.
Zweitere (Taktiker) zeichnet aus, in der Flaute - selbstverliebte
Cleverness - ihre Chance zu wittern. Was so viel heißt wie:
unsolidarisch auf Solidarität zu spielen. Verlogenstes Beispiel: der
Ruf nach einer Nulllohnrunde bei gleichzeitiger Drohung mit
Stellenabbau und gleichzeitiger Inanspruchnahme von Dividenden,
Prämien und Managerzulagen."D"rittere (Ewiggestrige) verhandeln
wieder einmal mit der Unterrichtsministerin - um wieder einmal
Arbeitsgruppen zu installieren, die wieder einmal alles beim Alten
belassen sollen ...
Viktringer Ring 28
9020 Klagenfurt
Mag. Claudia Grabner
Tel.: 0463/5866-532
E-Mail: claudia.grabner@ktz.at













