• 01.04.2009, 17:23:18
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ÖBB sicherstes Verkehrsmittel Österreichs

Wien (OTS) - Die Bahn ist das sicherste Verkehrsmittel
Österreichs. Täglich werden von den ÖBB über 7500 Zugfahrten sicher
abgewickelt. Die von NEWS angeführten Fälle sind falsch dargestellt,
es wurde seitens NEWS auch nicht bei den ÖBB recherchiert und damit
die journalistische Sorgfaltspflicht verletzt.

News berichtet in seiner morgigen Ausgabe: "dass es für das enorm
wichtige Notfallmanagement (Notfallleiter) bei den ÖBB keine
behördliche Genehmigung vom Verkehrsministerium gibt." Wahr ist
vielmehr:

1) Notfallmanagement
Das "Notfallmanagement, Vorfalluntersuchung zur Sicherstellung zur
systematischen Maßnahmensetzung bei Vorfällen" ist vom BMVIT
genehmigt. Der Begriff Notfallleiter - auf den News Bezug nimmt - ist
nicht Teil der genehmigten Dienstvorschrift (dies ist eine interne
Funktionsbezeichung). Im Fall Lochau Hörbranz wurden die genehmigten
Vorschriften des BMVIT nicht entsprechend angewandt.

Weiters berichtet NEWS: "Aufgrund von Unfallberichten über
Zugunglücke etwa in Lochau-Hörbranz, Glinzendorf und Kritzendorf gibt
es systematische Sicherheitsmängel bei den ÖBB." Wahr ist vielmehr:

2) Unfälle:
- Lochau-Hörbranz: 3 Tote (2 Polizisten, ein Leichenbestatter) bei
Suizidaufklärung. Ursache war ein Kommunikationsproblem zwischen der
Notfallleitstelle Innsbruck und den ausführenden Mitarbeitern vor Ort
vor. Lokführer und Fahrdienstleiter waren daher leider nicht
entsprechend über die Begehung des Suizidortes informiert.

- Glinzendorf: Unfall an einer Eisenbahnkreuzung. Die Signalanlage
zur Sicherung der Eisenbahnkreuzung war defekt. Laut Dienstvorschrift
und entsprechendem Erlaß des BMVIT hätte der Lokführer in diesem Fall
so vorgehen müssen: Der Lokführer hält vor der Kreuzung und gibt
Pfeifsignal. Erst dann fährt der Zug weiter. Diese Vorgangsweise
hätte 24 Stunden eingehalten werden müssen. Dieser Ablauf wurde nicht
eingehalten.

- Kritzendorf: Zusammenstoß eines Güterzuges und einer
Schnellbahn-Garnitur. Vermutlich wurde ein Haltesignal überfahren.
Die Untersuchung des Vorfalls läuft derzeit noch. Der Unfall steht
nicht in Zusammenhang mit der Wartung der Fahrzeuge oder mit
technischen Fehlern.

Alle drei Vorfälle wurden von der unabhängigen
Unfalluntersuchungsstelle der Bundesanstalt für Verkehr untersucht.
Jährlich finden rund 2,2 Mio. Zugfahrten auf dem Netz der ÖBB statt.
Jede Unregelmäßigkeit im Schienennetz, auch wenn sie nicht zu einem
Unfall führt, muss laut Unfalluntersuchungsgesetz gemeldet werden.
2008 sind 1.200 Meldungen über Unregelmäßigkeiten erfolgt. In den
letzten Jahren sind die Unfallzahlen drastisch gesunken.

Die ÖBB haben ein zertifiziertes Sicherheitsmanagementsystem, dass
alle sicherheitsrelevanten Belange abbildet. Die ÖBB investieren
regelmäßig in sicherheitstechnische Ausrüstungen und in Schulungen
bzw. in bewusstseinsbildende Maßnahmen für Mitarbeiter. Diese
Programme werden intensiv weitergeführt.

Die ÖBB betont, dass sie hinter Ihren gut ausgebildeten Mitarbeitern
steht. Die Anstrengungen zur Vermeidung ähnlicher Vorfälle stehen
weiterhin im Vordergrund.

Rückfragehinweis:
Alfred Ruhaltinger
Konzernkommunikation
ÖBB-Holding AG
Tel: +43 1 93000 44279
e-mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NBB

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