OTS0135   1. Apr. 2009, 11:37

Wirtschaftlicher Erfolg durch Frauenquote im Topmanagement


Die Präsidentin der Katholischen Aktion Steiermark,
Sabine Pelzmann-Knafl, spricht sich für eine verpflichtende
Frauenquote in Vorständen und Aufsichtsräten aus. Quotenregelung im
Topmanagement als Präventivmaßnahme gegen künftige Krisen.

In der Krise sind neue Zugänge zum Management gefragt. "Die
Bewältigung der wirtschaftlichen und sozialen Probleme erfordert alle
verfügbaren Ressourcen", so die Präsidentin der Katholischen Aktion
Steiermark, Sabine Pelzmann-Knafl. "Deshalb sprechen wir uns für die
verpflichtende Frauenquote von 40 Prozent in allen Vorständen und
Aufsichtsräten aus."

Höherer Frauenanteil, nachhaltiger Erfolg

"Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Frauen
verantwortungsbewusster mit Risiken umgehen. Entscheiden Frauen im
Topmanagement mit, erhöht sich der Erfolg von Unternehmen
nachhaltig", zitiert Pelzmann-Knafl Studien über börsennotierte
Unternehmen in den USA. Diese zeigen, dass gemischtgeschlechtlich
zusammengestellte Vorstandsteams ihre Unternehmen erfolgreicher
führen als rein männliche Gremien. Ein höherer Frauenanteil könnte
präventiv künftigen Finanzkrisen entgegenwirken. Zurzeit sind
lediglich 4,8 Prozent aller Führungspositionen in Österreichs
Top-Unternehmen von Frauen besetzt, bei den Aufsichtsräten sind es
8,7 Prozent. "Definitiv zu wenig", findet die KA-Präsidentin und
Unternehmensberaterin.

Stärken der Managerinnen

Frauen bringen neue Perspektiven ins Management.

Frauen wirken als Multiplikatorinnen für Wirtschaftswachstum und
verändern die ökonomischen Strukturen der Gesellschaft. Sie sorgen
dafür, dass unbezahlte Arbeit bewertet wird und diese Leistungen
öffentlich wahrgenommen werden.

Nordeuropäische Modelle

Als Vorbilder führt Pelzmann-Knafl zum einen das erfolgreiche
norwegische Modell an, wo der Frauenanteil aufgrund verbindlicher
Quotenregelung kontinuierlich steigt und mittlerweile die 45
Prozentmarke erreicht hat. Zum anderen verweist sie auf das
Engagement isländischer Unternehmerinnen, die im Wiederaufbau nach
der Krise nun eine entscheidende Rolle übernommen haben.

Fazit:

"Das Erfolgrezept ist einfach", meint Sabine Pelzmann-Knafl:
"Keine Organisation kann es sich künftig leisten, auf die Kompetenz
und Erfahrung von Frauen zu verzichten."

Kontakt: Katholische Aktion Steiermark, www.graz-seckau.at/ka/

Hintergrundinformationen zur Presseaussendung

- Für die 40 Prozent Regelung haben sich in jüngster Vergangenheit
ausgesprochen:

Grüne Vorarlberg: August.08
SPÖ-Frauenministerin Heinisch-Hosek: Dezember 08
Arbeiterkammer Wien: Heinz Leitsmüller, März 09
Grüne Deutschlands: März 09
SPD Müntefehring März 09

- Aktuelle verwandte Stellungnahmen:

27.3. Pressekonferenz Tumpel, AK
"In der Krise auf die Gleichstellung nicht vergessen!"
27.3. Presseaussendung Heinisch Hosek begrüßt Einkommensdarlegung

- Mc Kinsey Studie: publiziert und besprochen ab Jänner 08 (z.B.)
Spiegel

- AK-Studie im Anhang mit Zahlen von 08 und 09

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
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Rückfragehinweis: Dipl.Ing. Sabine Pelzmann-Knafl: Tel.: 0664 / 45 320 48
Dr.Karin Petter: Gesellschaftspolitik KA Steiermark:
Tel.: 0676 / 87422621

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