• 25.03.2009, 14:10:23
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AK ersparte Kärntner Konsumenten im Vorjahr 1,8 Millionen Euro

AK will Schutz bei Finanzgeschäften und Schulfach "Konsumentenschutz"

Klagenfurt (OTS) - (AKK) - Fast 1,8 Millionen Euro hat der
Konsumentenschutz der Arbeiterkammer im Vorjahr den Kärntner
Konsumenten erspart. Über 38.000 Kärntner haben dieses kostenlose
Service in Anspruch genommen. "Das zeigt, wie wichtig gerade jetzt
ein starker Konsumentenschutz mit professioneller Beratung ist",
betonte heute AK-Präsident Günther Goach.
Ärger bereitete den Kärntner Konsumenten vor allem
Internet-Abzocke, gefolgt von Problemen mit Vermietern und
Telekom-Anbietern. Auch die Finanzkrise zeigte heftige Auswirkungen
und hat die Konsumenten voll erfasst.
"900 Anfragen in nur drei Monaten. Noch nie hatten wir innerhalb
kurzer Zeit so viele Fragen besorgter Kärntner zu Sparbüchern,
Fremdwährungskrediten und Kapitalanlagen", bilanzierte heute die
Leiterin des AK-Konsumentenschutzes Dr. Josefine Traunik und
kritisiert, dass Konsumenten bei Geldgeschäften oft unzureichend über
die Risken aufgeklärt werden. Die AK Kärnten fordert daher bei
Finanzgeschäften mehr Schutz für Konsumenten durch eine
verpflichtende Kennzeichnung für Finanzprodukte und eine
Haftpflichtversicherung für Finanzberater, damit Konsumenten im Fall
von Beratungsfehlern nicht leer ausgehen.
Auch bei der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge fordert die AK
dringend Änderungen. "Der vorgeschriebene Aktienanteil von 40 Prozent
und die Bindefrist von zehn Jahren sind massive Nachteile für
Konsumenten", kritisiert Traunik. Die AK verlangt daher eine
Lockerung beim Aktienanteil und die Einführung einer
Mindestzinsgarantie. Denn derzeit ist nur das eingezahlte Kapital
gesichert.
Auch der Internet-Abzocke ist noch lange kein Riegel vorgeschoben:
"Trotz intensiver Aufklärungsarbeit durch die AK fallen nach wie vor
viele Verbraucher auf kostenlose Internet-Seiten herein, die nicht
dem Konsumentenschutzgesetz entsprechen", sagt Traunik und fordert
daher ein unbefristetes Rücktrittsrecht auch bei Verträgen im
Internet analog zu dem bei Haustürgeschäften. Verboten sollen aus
Sicht der AK weiters Vertragsabschlüsse am Telefon werden. Vor allem
ältere Menschen, so Traunik, würden immer wieder Opfer aggressiver
Telefonkeiler.
Die Arbeitkammer Kärnten tritt außerdem für die Einführung eines
Unterrichtsfaches "Konsumentenschutz" ein. "Die Ausbildung der
Konsumenten muss schon in der Schule beginnen, nicht zuletzt deshalb,
weil auch die Probleme der Verbraucher immer komplexer werden",
betont Traunik.

Rückfragehinweis:

Arbeiterkammer Kärnten
   Kommunikation
   Mag. Christa Maurer
   Tel.: 050 477-2401 
   Fax:  050 477-2400 
   mailto:[email protected]
   http://kaernten.arbeiterkammer.at

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