- 20.03.2009, 08:59:13
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ÖH: Europaweite Befragung von Doktorandinnen und Doktoranden gestartet
Ergebnisse sollen Probleme und Bedürfnisse von Jungforscherinnen und Jungforschern aufzeigen
Wien (OTS) - Die erste europaweite Befragung von Doktorandinnen
und Doktoranden wurde kürzlich auch in Österreich gestartet.
Initiiert und durchgeführt von EURODOC, dem europäischen Dachverband
der Nachwuchswissenschafterinnen und Nachwuchswissenschafter, in
Österreich vertreten durch die ÖH und doktorat.at, wird die Befragung
bis 30. April online sein. Die Studie wird in Kooperation mit dem
Internationalen Zentrum für Hochschulforschung (INCHER) der
Universität Kassel realisiert. Etwa 100.000 Doktorandinnen und
Doktoranden in Europa sind aufgefordert, an der Studie teilzunehmen.
Die Befragung wird in mehreren europäischen Ländern, darunter auch
Belgien, Deutschland, Dänemark, Norwegen, Österreich, Polen und die
Türkei durchgeführt. Weitere europäische Länder sind ebenso
willkommen, an der Befragung teilzunehmen.
Eine vergleichbare länderübergreifende Untersuchung über die
Situation der Doktorandinnen und Doktoranden ist bislang in dieser
Art nicht durchgeführt worden. "Das derzeitige Wissen über die
Situation von Doktorandinnen und Doktoranden in Europa ist
unbefriedigend und unzureichend", beschreibt Harald Schomburg, Senior
Researcher am INCHER, das Hauptmotiv für das Forschungsprojekt.
Schlüsselfragen, die u. a. durch die Europäische Charta für
Forscherinnen und Forscher aufgeworfen werden, sind bisher
unbeantwortet geblieben:
* Wie ist die tatsächliche Situation von Doktorandinnen und
Doktoranden hinsichtlich vertrags-, arbeits- und sozialrechtlicher
Bedingungen?
* Welches sind die vorherrschenden Unterschiede zwischen den
Promotionsmodellen der europäischen Länder und Kulturen, und was
können wir voneinander lernen?
EURODOC hat die Notwendigkeit einer vergleichenden Forschung über die
Situation der DoktorandInnen erkannt. "Die Befragung soll schon lange
benötigte fundierte Informationen liefern und somit die Chance
eröffnen, auf dieser Basis unser Hauptziel zu erfüllen: Die Situation
von Doktorandinnen und Doktoranden in Europa nachhaltig zu
verbessern", erklärt Karoline Holländer, Präsidentin von EURODOC.
"Wir laden alle Doktorandinnen und Doktoranden ein, an der Befragung
teilzunehmen."
Max Reinhardt, Koordinator der Befragung, fügt hinzu: "Die Befragung
deckt ein breites Spektrum an Fragen zu den aktuellen Bedingungen
junger Forscherinnen und Forscher ab." Die Themen reichen dabei von
Qualifikationsanforderungen, Karriere- und Finanzierungswegen,
Weiterbildungs- und Betreuungsmodellen, Arbeitsbedingungen über zu
erwartende und erreichte Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit und
Mobilität.
In Österreich wird die Studie von der ÖH und doktorat.at betreut. Da
die Ergebnisse auch jeweils national ausgewertet werden, erhoffen
sich die Studierendenvertreterinnen und Studierendenvertreter auch
Anstöße für die Verbesserung der Situation in Österreich:
"Hierzulande haben wir bisher fast keine Informationen über
Doktorandinnen und Doktoranden. Die Ergebnisse der Studie können
aufzeigen, in welchen Bereichen Bedarf zu Engagement und Änderung
besteht", erklärt Samir Al-Mobayyed, Vorsitzender der
Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft.
Die Befragung ist unter www.eurodoc.net/survey/ abrufbar.
Rückfragehinweis:
Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH)
Julia Forstner, Pressesprecherin
Tel.: 01/310-88-80/20, Mobil: 0676 888 52 212
mailto:[email protected] http://www.oeh.ac.at
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