OTS0277 / 19.03.2009 / 20:22
/ Channel: Politik
/ Aussender: Neues Volksblatt
Stichworte:
Politik / Pressestimmen / Vorausmeldung
Linz (OTS) - Das Infrastruktur- und Verkehrsministerium kann man ohne große Übertreibung als Durchhaus bezeichnen. Entsprechend leicht tun sich die jeweiligen Ministerinnen und Minister mit dem Versprechen, denn in die Verlegenheit, ihre Zusagen einlösen zu müssen, kommen sie fast nie; dafür sind die Nach- oder Nachnachfolger zuständig. Oberösterreichs Baureferent Franz Hiesl kann davon ein Lied singen, denn mit Doris Bures hat er es in seiner 14-jährigen Amtszeit nun mit der neunten Infrastruktur- und Verkehrsministerin zu tun. Dieser ständige Wechsel im Ministerium mit den damit verbundenen wechselnden Prioritäten wirkt sich auf Großprojekte nicht gerade beschleunigend aus. Ein Minister verspricht und klemmt sich auch wirklich dahinter, der nächste bremst. Bei Doris Bures, die gestern in Linz war, hatte man das Gefühl, als hätte sie nicht nur die Bedeutung der Summerauerbahn als Teil einer großen europäischen Nord-Süd-Bahnachse erkannt, was bestimmt auch ihren VorgängerInnen nicht verborgen geblieben ist, man durfte auch hoffen, dass sie den Ausbau wirklich vorantreiben will. Die Zeit drängt, denn 2015 soll die parallel geführte Straße ausgebaut sein. Die Summerauerbahn in ihrem jetzigen Zustand ist dann keine Konkurrenz mehr, dann rollt der Güterverkehr auf der Straße. Die Zeitbombe ist scharf.
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