- 19.03.2009, 12:28:31
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Umfrage zur Bedeutung der Fastenzeit
Österreicher verzichten am ehesten auf Alkohol und Zigaretten
Wien (OTS) - In der am Aschermittwoch begonnen 40-tägigen
Fastenzeit spielt in Österreich der Verzicht auf Zigaretten und
Alkohol die größte Rolle: 61 Prozent der Fastenden beabsichtigen, bis
Ostern nicht mehr zu rauchen, und 43 Prozent wollen bis Karsamstag
vollkommen auf alkoholische Getränke verzichten. Bei den Fastenden
handelt es sich allerdings um die deutliche Minderheit der
Österreicher: Lediglich 18 Prozent aller Befragten üben sich in
freiwilliger Enthaltsamkeit. Dies ergab eine repräsentative Befragung
im YouGov Panel der YouGovPsychonomics AG unter 750 Befragten ab 14
Jahren.
Zudem ist die Enthaltsamkeit gegenüber Süßigkeiten für viele
Österreicher von Bedeutung: So gibt etwa jeder Vierte (27 Prozent)
an, in der Fastenzeit keine Süßigkeiten essen zu wollen. 17 Prozent
fasten nur an Aschermittwoch und Karfreitag, den strengen
Fastentagen, ebenso viele lassen das Abendessen ausfallen. Andere
Möglichkeiten, die Fastenzeit zu begehen, sind die Beschränkung auf
nur einen Fastentag pro Woche, wofür sich 12 Prozent entschieden
haben. 11 Prozent möchten sich als Zeichen des Verzichts fleischlos
ernähren.
Anderen Arten des Fastens steht dagegen der Großteil der befragten
Österreicher ablehnend gegenüber: 80 Prozent können sich nicht
vorstellen, in den 40 Tagen auf Sex zu verzichten, 64 Prozent möchten
Freizeitaktivitäten wie Kino, Theater und Restaurantbesuche nicht
einstellen. Auch ist es für etwa jeden Zweiten (53 Prozent)
undenkbar, sich vermehrt dem Glauben und der inneren Einkehr zu
widmen.
Etwa jeder zweite Österreicher (51 Prozent) fastet aus
gesundheitlichen Gründen. Beinahe ebenso viele (48 Prozent) - Frauen
wie Männer - geben an, die Zeit nutzen zu wollen um ein paar Kilos
abzunehmen. Dagegen spielen religiöse Gründe nur bei 26 Prozent eine
Rolle, sich für Enthaltsamkeit in der Fastenzeit zu entscheiden -
wobei dies von Frauen (31 Prozent) eher als Motiv angegeben wird als
von den männlichen Befragten (22 Prozent). Weiterhin nennen elf
Prozent der Studienteilnehmer das gemeinsame Fasten mit anderen als
Begründung - dies wiederum wird vermehrt von Männern als Motiv
genannt (16 Prozent), für Frauen ist dieser Grund weniger bedeutsam
(fünf Prozent).
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