- 18.03.2009, 21:09:41
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AIDS: "Dem Papst..." (4)
Afrikanische Bischöfe auf Seiten des Papstes
Während in politischen und medialen Kreisen des Westens die Empörung
über die Äußerungen Benedikts XVI. über AIDS und Kondomgebrauch
hochgeht, sind führende afrikanische Kirchenvertreter an die Seite
des Papstes getreten. "Ich appelliere an die Leute im Westen, uns
Afrikanern nicht ihre einseitige Sichtweise aufzudrängen", sagte der
Erzbischof von Dakar, Kardinal Theodore-Adrien Sarr, im Gespräch mit
französischsprachigen Medien. Die Förderung von Werten wie Treue und
Enthaltsamkeit - die in der afrikanischen Kultur durchaus vorhanden
seien - könne einen entscheidenden Beitrag zur AIDS-Prävention
leisten. Er verwahre sich entschieden dagegen, dass man der Kirche in
Afrika verwehren wolle, diese Werte zu predigen.
In ähnlichem Sinn äußerte sich der Erzbischof von Gitega in der
ostafrikanischen Republik Burundi, Simon Ntamwana. Im Westen gebe es
einen offenbar unüberwindlichen Drang zum sexuellen Hedonismus.
Wörtlich sagte der Erzbischof: "Es ist nicht das Präservativ, das zu
einer Verringerung der Zahl der AIDS-Infektionen beiträgt, sondern
die Haltungsänderung der Menschen". Der sicherste Weg, um gegen die
AIDS-Epidemie anzukämpfen, sei die entschlossene Willensentscheidung.
Der Erzbischof der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa, Laurent
Monsengwo Pasinya, betonte, er teile die Auffassung des Papstes, dass
die Anwendung des Präservativs das Problem verstärke, weil es "eine
falsche Sicherheit vorgaukelt". Das beginne schon damit, dass Kondome
von "schlechter Qualität" sein können. (forts mgl)
K200902748
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