Utl.: Staatssekretärin absolviert Besuchstag in Niederösterreich =
Wien, 18. März 2009 (ÖVP-PD) Christine Marek, Staatssekretärin
im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, absolviert
~
heute, Mittwoch, in Begleitung des Abg.z.NR Bgm. Hans Rädler, LAbg.
Hermann Hauer, den Bundesräten Karl Zenz und Friedrich Seiser sowie
weiteren ÖVP-Funktionären aus der Region einen Besuchstag in
Niederösterreich. Auf dem Programm stehen der Besuch der Firma
Kraus & Naimer in Weikersdorf, eine Betriebsbesichtigung bei der
Triumph International AG Österreich in Wiener Neustadt, eine
Führung durch das Landespflegeheim Neunkirchen sowie eine Treffen
mit niederösterreichischen Kindergärtnerinnen. „Ich freue mich auf
viele interessante und spannende Gespräche mit den Menschen vor
Ort. Gerade in Zeiten einer angespannten wirtschaftlichen Situation
ist es wichtig, die Sorgen und Anliegen der Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer in den Betrieben zu hören, ernst zu nehmen und Ideen
für die eigene politische Arbeit aufzugreifen. Auf der anderen
Seite ist es mir ein Anliegen, sie auch im direkten Gespräch über
die Vorhaben und Maßnahmen der Bundesregierung zu informieren“, so
Marek. In diesem Zusammenhang hob sie besonders die Themen „Frauen
in der Wirtschaft und Arbeitswelt“ und „Vereinbarkeit von Familie
und Beruf“ hervor. ****
„Gerade in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels und der
angespannten wirtschaftlichen Lage können es sich Unternehmen nicht
mehr leisten, auf das Potenzial vieler gut ausgebildeter Frauen zu
verzichten. In vielen Bereichen der Arbeitswelt sind Frauen jedoch
nach wie vor benachteiligt, etwa bei gleichem Einkommen für
gleichwertige Arbeit, der Doppelbelastung durch Familie und Beruf
oder dem Aufstieg in Führungspositionen. Eine gleichmäßige
Verteilung der Geschlechter wirkt sich jedoch gerade auch in
Krisenzeiten positiv auf den Unternehmenserfolg aus und
Frauenförderung macht sich für die Unternehmen bezahlt“, so Marek.
Die Staatssekretärin erinnerte in diesem Zusammenhang an die im
vergangenen Jahr von ihr ins Leben gerufene „Initiative
Frauenförderung“ unter dem Motto „Auf Frauen verzichten heißt Geld
vernichten“. Weiters verwies sie auf den im Regierungsprogramm
festgeschriebenen Nationalen Aktionsplan für Gleichstellung, der in
den kommenden Jahren gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeitet
und umgesetzt werde und der mit einer Reihe von unterschiedlichsten
Maßnahmen maßgeblich zur Unterstützung von Frauen auf allen Ebenen
und verschiedenen Lebensbereichen beitragen werde.
„Um Frauen aktiv zu fördern, spielen nicht nur Faktoren wie
Einkommen oder Weiterentwicklungsmöglichkeiten eine Rolle. Die
bestmögliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird für die
Chancen von Frauen ebenfalls entscheidend sein, da der Großteil der
Familienarbeit nach wie vor bei den Frauen liegt“, sagte die
Staatssekretärin. Eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf
habe nicht zuletzt auch für die Betriebe selbst viele Vorteile. Sie
steigere die Motivation und Zufriedenheit der Beschäftigten, was
wiederum zu Effizienzsteigerungen und zur Reduktion der
Stressbelastung führe. Dadurch würden Fehlzeiten und Krankenstände
gesenkt. Auch die Verringerung der Fluktuation spare Mittel für die
Nachbesetzung von Stellen ein. „Familienfreundlichkeit rechnet sich
nicht nur im Hinblick auf die Attraktivität für die Arbeitskräfte,
sondern auch im betrieblichen Alltag. Wer familienfreundliche
Maßnahmen setzt, erspart sich als Unternehmer viel Geld – und
sichert sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtige
Wettbewerbsvorteile“, so Marek.
Im Hinblick auf ihr heutiges Gespräch mit den
niederösterreichischen Kindergärtnerinnen verwies die
Staatssekretärin auf das mit Herbst 2009 in ganz Österreich
startende Gratis-Kindergartenjahr (vormittags) für 5-jährige - bei
dem Niederösterreich bereits seit Jahren als positives Vorbild
gelte - und das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld. „Vor dem
Hintergrund der Entscheidung des VfGH von vergangener Woche freue
ich mich auf die weitere Umsetzung der von uns geplanten
familienpolitischen Projekte. Wir werden rasch mit den notwendigen
Arbeiten beginnen, um mit 1.1.2010 eine einkommensabhängige
Variante des Kinderbetreuungsgeldes und die damit verbundene
Flexibilisierung der Zuverdienstgrenze umsetzen zu können“, sagte
Marek. „Diese beiden Maßnahmen entsprechen den Lebensrealitäten von
heute, sie tragen zur Stärkung der Familien, aber auch zu einer
besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Gerade den in der
heutigen Zeit immer besser qualifizierten Frauen soll dadurch auch
wieder Mut zum Kind gemacht werden.“
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