- 17.03.2009, 10:05:07
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Unverständnis. Ungeduld. Unmut.
Die Position der österreichischen Musikschaffenden zum ORF-"Angebot". Einladung zum Pressegespräch : 18.03.2008 / Kunsthalle Karlsplatz.
Wien (OTS) - Seit der parlamentarischen Enquete im Juni 2008 zur
Lage der Musikschaffenden in Österreich laufen Verhandlungen mit dem
ORF über eine freiwillige Vereinbarung zur Anhebung des Anteils
heimischer Musik in den ORF-Radioprogrammen. Ausgangspunkt der von
Hörfunkdirektor Willy Mitsche angebotenen Gespräche war (und ist) der
derzeitige Österreichanteil (15 % Urheber, etwa 23 % Interpreten),
der weit unter dem europäischen Schnitt liegt und einen erheblichen
Standortnachteil darstellt.
Diese Gespräche wurden im Februar 2009 nach monatelangen
Vorverhandlungen wegen stark divergierender Positionen unterbrochen.
Am letzten Freitag, dem 13.03. 2008, hat nun der ORF einen
"Maßnahmenkatalog" präsentiert, der ein Bündel an Vorschlägen,
Angeboten und Aussagen enthält, die summa summarum vor allem eines
belegen: ein gestiegenes Problembewußtsein. "Die negative Bilanz, die
Österreichs Musikschaffende seit vielen Jahren in punkto
Kulturauftrag und Aufmerksamkeit gegenüber der heimischen Szene
ziehen, wird zumindest nicht mehr grundsätzlich geleugnet und
kurzerhand vom Tisch gewischt", so Hannes Eder, Präsident der IFPI
Österreich.
Substantiell unterfüttert wird dieses Problembewußtsein und ein
Ausweg aus der angespannten Situation aber durch den einseitigen
Maßnahmenkatalog des ORF nicht. Die angepeilte Steigerung um 5
Prozent entspricht einer Anhebung auf 24,2 Prozent Interpretenanteil
(plus 1,15 Prozentpunkte). Die tatsächlichen Auswirkungen kommentiert
Peter Paul Skrepek (Musikergilde) so: "Eine geschickte
Ankündigungspolitik ohne hörbare Steigerung. Ich überlege noch, ob
ich dankbar sein werde".
sos-musikland.at fordert die ORF-Führung auf, die unterbrochenen
Verhandlungen wieder aufzunehmen. Ziel muß es sein, die einseitig
erklärten "Maßnahmen", deren Formulierung einen monatelangen
konstruktiven Dialog nur unzureichend abbildet, in eine freiwillige,
schriftliche und langfristige Vereinbarung nach Muster der Schweizer
Charta überzuführen. Die Einbeziehung der Privatradios in eine solche
Vereinbarung wird angestrebt, darf aber seitens des ORF keine eine
conditio sine qua non sein.
Inzwischen mehr als 10.000 Unterstützungsunterschriften für
sos-musikland.at und zahllose explizite Statements aus der
österreichischen Musikbranche und Kreativwirtschaft, aber auch aus
der Politik zeigen eine selten dagewesene, breite Unterstützung
dieses Anliegens.
Das Ziel, den EU-Durchschnitt jedenfalls nicht zu unterschreiten
und substantielle Steigerungen des Anteils österreichischer Musik zu
erreichen, ist trotz der inzwischen existentiell bedrohlichen
Situation der heimischen Musikschaffenden weiter offen.
Unverständnis, Ungeduld und Unmut über die zögerliche, substanzarme
und nur für naive Beobachter "offensive" Verhandlungsführung des ORF
machen sich breit.
Die Position der Musikwirtschaft und Kulturschaffenden und die
aktuellen Zahlen, Entwicklungen und Vorschläge sind Thema eines
Pressegesprächs, zu dem wir Sie herzlich einladen. Am Panel:
- Hannes Eder / IFPI Österreich
- Peter Paul Skrepek / Musikergilde, Kulturgewerkschaft
- Stephan Dorfmeister / VTMÖ - unabhängige Tonträgerunternehmen
- Dr. Harald Huber / Österreichischer Musikrat
Weitere Proponenten der Initiative SOS-Musikland werden beim
Pressegespräch anwesend sein und stehen für Gespräche zur Verfügung.
Ort und Zeit:
Mittwoch, 18. März 2009, 10.00h
Kunsthalle Karlsplatz, "project space",Treitlstraße 2, 1040 Wien
neben U-Bahn Station Karlsplatz (U1, U2, U4)
Weitere Informationen unter www.sos-musikland.at
Pressegrafiken (ab 18.03.):
www.sos-musikland.at/index.php?pid=graphiken
Rückfragehinweis:
www.sos-musikland.at
Pressekontakt: Walter Gröbchen
Tel. 0699 10408800
mailto:[email protected]
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