• 14.03.2009, 18:19:34
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"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR VON M. GEISTLER-QUENDLER: Ein vermeintliches "Frauenanliegen"

Klagenfurt (OTS) - Die Statistik spricht eine klare Sprache: Von
Österreichs Kindergeldbeziehern sind nur 4,1 Prozent Männer. Die
jährlichen Steigerungsraten bewegen sich im zu vernachlässigenden
Bereich. Ernüchternde Kennzahlen veranschaulichen die ungerechte
Verteilung von Erwerbs- und Betreuungsarbeit. Bei diesem
neuralgischen Punkt gilt es aber auch anzusetzen, wenn man sinkenden
Geburtenraten entgegenwirken will.

Sobald mehr Väter in Karenz gehen, werden auch sie verstärkt für
Rahmenbedingungen eintreten, die Frauen seit Jahrzehnten fordern:
Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Wiedereinstiegschancen
und Kinderbetreuungseinrichtungen. Darin liegt die Chance, dass aus
dem vermeintlichen "Frauenanliegen" endlich das wird, was es ist -
ein gesellschaftliches. Ansätze wie das einkommensabhängige
Kindergeld schaffen Anreize für Väter, sich um den Nachwuchs zu
kümmern. Die Umsetzungsgeschwindigkeit lässt jedoch für weitere
Maßnahmen das Schlimmste befürchten.

Rückfragehinweis:

Neue Kärntner Tageszeitung
   Viktringer Ring 28
   9020 Klagenfurt
   
   Mag. Michaela Geistler-Quendler
   Tel.: 0463/5866-514
   E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KTI

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