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OTS0325   12. März 2009, 19:57

Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Die neue Lehrer-Wahrheit (von Claudia Grabner)

Ausgabe 13. März 2009


Wiederholung- die hartnäckige und
ununterbrochene - hat bislang noch (fast) jede Unwahrheit zur
Wahrheit verzerrt. So gesehen ist die Lehrergewerkschaft hervorragend
beraten, sich wiederholend auf die Argumentation zu stürzen, dass
Pädagogen künftig für gleiches Geld mehr arbeiten müssten. Bestens
beraten ist die Gewerkschaft auch, besagtes Argument solcherart
weiterzuverfolgen, als dass sie davor warnt: Wer sind die Nächsten?
Kindergärtnerinnen? Polizisten?

Manipulation durch Täuschung nennt man die Strategie. Die Wahrheit
ist eine andere. Nämlich die, dass kein Lehrer für gleiches Geld mehr
arbeiten muss. Das wissen die Pädagogen, fangen aber auch schon zu
zweifeln an. Warum? Weil es die Natur des Menschen ist, sich seine
eigenen Wahrheiten zu schaffen. Selbst wenn sie, die neuen Wahrheiten
nämlich, auf Kosten des großen Ganzen gehen. Und das ist in besagtem
Fall das Bildungssystem. Ein Bildungssystem mit Lehrern, die
mittlerweile nur 40 Prozent ihrer Arbeitszeit in Klassen verbringen.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0325 2009-03-12 19:57 121957 Mär 09 KTI0001 0169



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