• 12.03.2009, 10:07:00
  • /
  • OTS0069 OTW0069

ARBÖ "Stoppt die Gigaliner" - Gütertransport auf der Straße wird bis zu 20 Prozent billiger

Nationalrat setzt wichtiges Zeichen - Bahn verliert Frachtvolumen bis zu 14 Prozent

Wien (OTS) - Der ARBÖ begrüßt den gestern im Parlament
eingebrachten Initiativantrag von SPÖ und ÖVP gegen die Zulassung
überlanger und überschwerer Lkw im grenzüberschreitenden Verkehr.
"Der Initiativantrag ist ein wichtiger und nachhaltiger Schritt in
die richtige Richtung", sagt der geschäftsführende Vizepräsident des
ARBÖ, Dr. Herbert Grundtner. "Gigaliner untergraben die
milliardenschweren Bemühungen Österreichs, mehr Güter von der Straße
auf die Schiene zu bringen. Um das heimische Autobahnetz für die
Riesen-LkW fit zu machen, müssten die Steuerzahler massive
Investitionen in die Autobahn aufbringen, speziell für Brücken,
Tunnels, Zufahrten und Raststätten", warnt Dr. Grundtner.

Überlange und überschwere Lkw senken die Kosten des
Gütertransports auf der Straße um 15 bis 20 Prozent verglichen mit
herkömmlichen Lkw. "Das steht schwarz auf weiß in der Studie zu
lesen, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt wurde",
informiert der geschäftsführende Vizepräsident des ARBÖ, Dr. Herbert
Grundtner im Zuge der ARBÖ-Kampagne "Stoppt die Gigaliner", bei der
man durch Voting auch mitmachen kann (www.arboe.at).

Dieser Kostenvorteil durch Riesen-Lkw ergibt sich, weil mehr
Fracht auf weniger Lkw verteilt werden kann. In der Folge entwickelt
die Studie zwei Szenarien (Seite 72), die der ARBÖ als "mildes" bzw.
"realistischeres" bezeichnet. Das "milde" Szenario geht davon aus,
dass - bei Zulassung der Gigaliner in ganz Europa - das über die
Straße transportierte Frachtvolumen um knapp 1 Prozent wachsen wird,
während die von schweren Lkw gefahrenen Kilometer um 30 Prozent
zurückgehen. Die eindeutigen Verlierer sind Bahn und Wasserstraßen:
der Gütertransport der Bahn würde um 3,8 Prozent sinken, die
Wassertransporte um 2,9 Prozent. Im milden Szenario wird eine nur
sehr geringe Preissensibilität unterstellt, die Lust auf einen
Wechsel also niedrig eingestuft.

Das "realistischerer" Szenario unterstellt, dass das über die
Straße transportierte Frachtvolumen um 13 Prozent und nicht nur um 1
Prozent ansteigen wird. In der Folge verliert die Bahn gleich 14
Prozent Frachtvolumen und nicht "nur" mehr 3,8 Prozent.. Die
Wasserstraßen verlieren demnach 11 Prozent Fracht und nicht nur 2,9
Prozent. Beim realistischeren Szenario wird eine höhere
Preissensibilität unterstellt, die Lust auf einen Wechsel schon bei
geringen Preisunterschieden angenommen.

"Obwohl die Studie viel höhere Verluste für Bahn und Wasser für
möglich hält, unterstellt sie in ihren sämtlichen Berechnungen immer
nur das milde Szenario. Damit verharmlost die Studie die negativen
Auswirkungen auf Bahn und Wasser, wie dies die Arbeiterkammer ja
bereits kritisch festgestellt hat. Der ARBÖ schließt sich dieser
Kritik an", fügt der geschäftsführende Vizepräsident des ARBÖ, Dr.
Herbert Grundtner hinzu.

Der ARBÖ ruft zum gemeinsamen Protest gegen die Riesen-Lkw: "Nur
ein geschlossenes Nein der europäischen Bevölkerung kann diese
Monster-Truck stoppen", ist man beim ARBÖ überzeugt. Heute,
Donnerstag, kommen die Kritiker der Gigaliner zum Netzwerktreffen von
gigaliner.at, dem Österreichischen Vernetzungsforum der
Lebensgewerkschaft vida, in Wien zusammen.

Rückfragehinweis:

ARBÖ
   Interessensvertretung und Öffentlichkeitsarbeit
   Mag. Lydia Ninz
   Tel.: (++43-1) 89121-280
   Mobil: 0664/60 123 280
   mailto:[email protected]
   http://www.arboe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NAR

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel