• 12.03.2009, 09:59:38
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Gahr: Südtirol-Unterausschuss konstituiert - Österreich wird sich auch in Zukunft für Anliegen Südtirols einsetzen

Gedenkjahr 2009 als Impuls für enge Kooperation und Projekte nutzen

Wien (ÖVP-PK) - Im Parlament wurde heute, Donnerstag, der
Unterausschuss für Südtirol konstituiert. Der neue und alte Obmann
ÖVP-Abg. Hermann Gahr verspricht einen weiteren Einsatz Österreichs
für die Interessen Südtirols: "Wir werden die Schutzfunktion
wahrnehmen und Angriffsversuche auf die Autonomie abwehren. Auch wenn
sich die italienische Regierung nicht immer eindeutig zu dieser
bekennt, wir stehen zu dieser Vereinbarung auf der Grundlage des
Pariser Abkommens. Die Südtiroler Autonomie hat für Europa
Modellcharakter und steht für ein friedliches Zusammenleben mehrerer
Volksgruppen. Dieses Modell Südtirol darf aber nicht konserviert,
sondern muss weiterentwickelt werden", fordert Gahr. ****

Gedenkjahr für Austausch und neue Kontakte nutzen

Wesentliches Ziel des Ausschusses sei auch eine breite Bewusstmachung
für das Südtirolthema im österreichischen Parlament und in der
Gesellschaft insgesamt. Gahr lädt Südtiroler Landespolitiker zu einem
Gegenbesuch nach Wien ein, um den parlamentarischen Dialog zu
fördern. Er wünscht sich auch, dass zukünftig mehr Südtiroler
Schulklassen das Parlament besuchen. Gahr fordert auch ein
gemeinsames und geeintes Auftreten in der Angelegenheit Brenner
Basistunnel, damit dieser rasch realisiert werden kann.

"Das Tiroler Gedenkjahr soll ein Impuls für verschiedenste
Aktivitäten aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Politik sein und
für einen Austausch zwischen Nord- und Südtirol genutzt werden. Das
neue Bergisel-Museum wird ein wesentlicher Beitrag für eine neue
Belebung der Tiroler Geschichte sein."

Enge Kooperation statt Wiedervereinigung

Nichts abgewinnen kann der Ausschussobmann den utopischen
Bestrebungen der FPÖ nach einer Wiedervereinigung, wie von dieser
gestern in einem Kommunique verlautbart. "Es ist mir besonders
wichtig, keine radikalen Strömungen zu unterstützen, sondern eine
gemäßigte Meinung zu vertreten. Politischer Dialog ist für Südtirol
nützlicher als politischer Streit und unrealistische Forderungen.
Solange Strache und Co. auf europäischer Ebene mit den italienischen
Postfaschisten kooperieren, sind sie etwa in der Ortstafelfrage oder
auch in der Frage der Faschistendenkmäler nicht glaubwürdig. Hier
wird sich die ÖVP konstruktiv einbringen und vernünftige Lösungen
suchen. Unsere Südtiroler Freunde werden uns dabei unterstützen, ich
freue mich auf die Zusammenarbeit", schließt Gahr.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

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