• 11.03.2009, 11:58:44
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Berufe mit Zukunft finden beim 8. Wiener Töchtertag am 23. April

Frauenberger: "Langfristig soll Töchtertag zu einer ganzjährigen Veranstaltung werden"

Wien (OTS) - Wiens Frauenstadträtin Sandra Frauenberger setzt auch
heuer, gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Wien und dem Wiener
Stadtschulrat, Impulse für Chancengleichheit in der Arbeitswelt. 11-
bis 16-jährige Mädchen haben am Wiener Töchtertag am 23. April die
Chance, Unternehmen aus den Bereichen Technik, Naturwissenschaft und
Handwerk zu entdecken und zu erforschen. In praxisbezogenen Workshops
können sie nicht nur unterschiedlichste Berufe ausprobieren, sie
werden sich auch ihrer Fähigkeiten bewusst und finden so vielleicht
zu einem neuen, gestärkten Selbstbewusstsein. Frauenstadträtin
Frauenberger: "Technische und handwerkliche Berufe haben Zukunft und
bieten Mädchen und Frauen eine gute Chance auf eine Berufstätigkeit
mit meist guten Verdienstmöglichkeiten. Der Töchtertag ist eine
ausgezeichnete Gelegenheit für Mädchen, sich selbst ein Bild über
verschiedene Berufsbilder mit Zukunft zu machen."****

Auch 2008 waren immer noch 51,47 Prozent der weiblichen
Lehrlinge in den "klassischen" weiblichen Lehrberufen Einzelhandels-,
Bürokauffrau und Friseurin beschäftigt. Stellt man zum Beispiel das
Einstiegsgehalt einer Friseurin von 1.100 Euro dem einer
Automechanikerin von 1.610 Euro gegenüber, sprechen die Zahlen eine
deutliche Sprache zugunsten technischer Berufe.

Der Wiener Töchtertag ist eine Erfolgsgeschichte: Seit 2002
haben insgesamt mehr als 13.000 Mädchen den Wiener Töchtertag
besucht. Waren es im ersten Jahr noch 200 Mädchen, besuchten 2008
bereits mehr als 3.000 Mädchen den Töchtertag. Auch die Zahl der
teilnehmenden Unternehmen hat sich seit den Anfängen nahezu
verzehnfacht: 2002 war Siemens Österreich noch der einzige
Töchtertag-Betrieb, 2003 haben 17 Unternehmen mitgemacht, im Vorjahr
beteiligten sich bereits 162 Betriebe am Töchtertag. Brigitte Jank,
Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, freut sich, dass das
Interesse der Wiener Unternehmen weiter steigt. "Wir wollen den
jungen Mädchen, die viel zu sehr in tradierten Rollenbildern leben,
die Fülle an Chancen aufzeigen, die die Berufswelt für sie bietet."

Siemens Österreich bildet zahlreiche weibliche Lehrlinge an
vielen Standorten in Wien aus. 2002 war Siemens Österreich das erste
und einzige Töchtertag-Unternehmen. "Die Teilnahme am Wiener
Töchtertag lohnt sich für die Mädchen auf alle Fälle, denn die Suche
nach einer geeigneten Lehrstelle oder nach einem Ferialjob hat auf
diesem Weg schon für so manches Mädchen zum Erfolg geführt", erklärt
die Generaldirektorin der Siemens AG Österreich, Mag.a Brigitte
Ederer. Außerdem bringe "eine sich verändernde Weltwirtschaft auch
neue Anforderungen an junge Potenziale und somit eine große Chance
für die Technikerinnen von morgen. Mädchen und junge Frauen verfügen
meist über Geschick, Kreativität und hohe Eigeninitiative - das sind
ideale Voraussetzungen für technische Berufe", so Ederer.

Eltern als wichtige AnsprechpartnerInnen

Mütter und Väter sind bei der Wahl von Ausbildungen oft die
ersten AnsprechpartnerInnen. Sie leben Rollenbilder und Berufe vor.
Mädchen sehen sich im Alter zwischen 11 und 16 Jahren einerseits mit
Entscheidungen über die berufliche Zukunft konfrontiert, andererseits
ist die Unsicherheit groß, welcher Beruf konkret der richtige sein
könnte. Häufig fehlt der Mut, eingefahrene Schienen zu verlassen.
Berufsvielfalt und Verdienstmöglichkeiten werden nicht bewusst
wahrgenommen. Eltern sind daher in ihrer Verantwortung besonders
gefordert.

Im Vorfeld zum Töchtertag werden Mütter und Väter daher heuer zu
einem speziellen Informationsnachmittag eingeladen. Ein mehrsprachig
abgefasster Elternbrief enthält Details zum Wiener Töchtertag. Die
Zusammenarbeit mit Elternvereinen wird verstärkt. Frauenstadträtin
Sandra Frauenberger: "Wir wollen es auch den Eltern erleichtern, sich
über die reichhaltigen Berufsmöglichkeiten zu informieren und neue
Berufswege für ihre Töchter anzudenken."

Forschungsinstitut SORA evaluierte den Töchtertag

Im Auftrag der Frauenabteilung der Stadt Wien hat das
Forschungsinstitut SORA im Jahr 2008 den Wiener Töchtertag evaluiert.
Dabei wurde überprüft, inwieweit das Konzept des Töchtertags zur
Erreichung des Ziels, Mädchen neue Berufsperspektiven zu öffnen,
geeignet ist. Es wurden VertreterInnen von Töchtertagbetrieben,
ExpertInnen aus dem Bereich Schule und Arbeitsmarkt sowie
teilnehmende Mädchen und ihre Eltern befragt. ArbeitsmarktexpertInnen
betonen die hohe Relevanz des Töchtertags als Beitrag zum Aufbrechen
von Rollenstereotypen.

Für 75 Prozent der Mädchen ist der Wiener Töchtertag sehr bzw.
ziemlich hilfreich für die Ausbildungs- und Berufsorientierung, 91
Prozent der teilnehmenden Mädchen beurteilen den Wiener Töchtertag
mit "sehr gut" bzw. "gut". Als Optimierungspotenziale werden u.a. die
Intensivierung der Zusammenarbeit mit Schulen und ein vermehrtes
Einbinden der Eltern in die Aktivitäten des Töchtertags empfohlen.
Viele Empfehlungen der Studie wurden bei der Konzeption des heurigen
Töchtertags bereits umgesetzt. So gab es heuer etwa erstmals eigene
Informationsveranstaltungen für LehrerInnen.

Dass der Wiener Töchtertag nicht nur einmal im Jahr Impulse
setzt, beweisen mittlerweile zahlreiche Aktivitäten, die ganzjährig
stattfinden. Die Palette reicht von regelmäßigen Newsletter für
Mädchen und Unternehmen bis hin zu Berufsinformationstagen oder
Schnupperangeboten in Betrieben. "Der Töchtertag soll sukzessive zur
ganzjährigen Veranstaltung werden", so Frauenberger. (Schluss) lac

o Service:

Detaillierte Informationen und Anmeldehinweise gibt es von
Monatag bis Freitag zwischen 08.30 - 16.30 Uhr unter der kostenfreien
Servicenummer 0800/22 22 10, per Mail an [email protected] oder
auf der Homepage www.toechtertag.at. (Schluss) lac

Achtung: Zu dieser Meldung ist in den kommenden Stunden eine
Bildberichterstattung geplant. In einer OTS-Aussendung wird auf die
online-Abrufbarkeit extra noch hingewiesen.

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Mag.a Marianne Lackner
   Mediensprecherin StRin Sandra Frauenberger
   Telefon: 01 4000-81853
   E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

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