Wien (OTS) - Für einen Gang bis zum Europäischen Gerichtshof
spricht sich Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima im Falle der drohenden
Aufhebung der heimischen Gentech-Anbauverbote aus. "Österreich hat
die Anbauverbote für die beiden Maissorten MON 810 und T 25 vor
vielen Jahren aus gutem Grund und wissenschaftlich fundiert
verhängt", so Molekularbiologin Sima. Morgen Montag steht in Brüssel
die Abstimmung über Österreichs Anbauverbote für die beiden
gentechnisch veränderten Maissorten an. "Die überwiegende Mehrheit
der österreichischen Konsumenten und Landwirte will keine Gentechnik
auf Feldern und Tellern, die EU agiert in Sachen Gentechnik eindeutig
gegen den Willen der Bevölkerung", kritisiert Sima scharf.
Wien verfolgt indes eine Doppelstrategie, um die Landwirtschaft
vor der Gentechnik zu schützen. Zum einen wurde ein strenges
Gentechnik-Vorsorgegesetz verhängt, zum anderen wurde mit den Wiener
Landwirten eine Allianz gebildet: die Plattform "Freiwillig ohne
Gentechnik", um die Wiener Produktion von Obst, Gemüse und Wein auch
weiter gentechnikfrei zu halten. "Etliche Bundesländer haben
vorgesorgt und versuchen, den Vormarsch der Gentech-Lobby zu
stoppen. Die Entwicklung auf EU-Ebene geht eindeutig in die völlig
falsche Richtung, die Gentechnik ist und bleibt eine
Risikotechnologie mit unabschätzbaren Folgen für Mensch und Umwelt.
Zudem ist es demokratiepolitisch mehr als bedenklich, über das
österreichische Anbauverbot so oft abstimmen zu lassen, bis eine
Mehrheit für eine Aufhebung zustande kommt, was nun offensichtlich
droht", warnt Sima abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag. Anita Voraberger
Mediensprecherin StRin Mag.a Ulli Sima
Telefon: 01 4000-81353
E-Mail: anita.voraberger@wien.gv.at
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0020 2009-03-01/12:38
011238 Mär 09
NRK0001 0241
11.03.2010 / 17:36:29 / Parlamentsdirektion
10.03.2010 / 11:32:44 / PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien
10.03.2010 / 08:45:57 / PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien
09.03.2010 / 11:31:11 / PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien