• 16.02.2009, 09:28:10
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Allianz weist auf Todesfalle Sekundenschlaf hin

Gefährlicher blinder Passagier: "Sandmann" im Auto

Wien (OTS) - Mehr als 200 Tote pro Jahr fordert der Sekundenschlaf
auf Österreichs Straßen, schätzen Experten. Gerade jetzt, da die
Saison der Faschingsfeiern und Bälle in vollem Gange ist, kommt der
Schlaf oft viel zu kurz. Autofahrer müssen nach langen Nächten sogar
damit rechnen, dass der Sandmann am nächsten Tag auch bei strahlendem
Sonnenschein erbarmungslos zuschlagen kann.

Zuerst das Ballvergnügen - dann ein kurzes Nickerchen und nach
drei Stunden gleich wieder ab ins Büro. Ein verhängnisvoller
Kreislauf beginnt. Denn der Körper rächt sich für das Schlafdefizit.
Wer glaubt, dass in den Nachtstunden die größte Gefahr lauert, liegt
falsch. Denn das Risiko, am Steuer einzuschlafen, ist nicht nur in
den frühen Morgenstunden zwischen zwei und vier Uhr, sondern auch am
Nachmittag zwischen 14 und 16 Uhr sehr groß, aber auch am Abend
lauert die Gefahr, und zwar zwischen 22 und 24 Uhr.

Die innere Uhr lässt sich nicht austricksen

"Energydrinks und Kaffee sind kein Schlafersatz", warnt Allianz
Service-Experte Mag. Xaver Wölfl, "denn der Organismus lässt sich auf
Dauer nicht mit Koffein austricksen." Und auch laute Musik und
Frischluft seien keine nachhaltig wirksamen Rezepte gegen den
Tunnelblick. Vermeintliche Muntermacher helfen nur kurzfristig und
sind kein Ersatz für ausreichend lange Schlafphasen. Wird diese
Tatsache ignoriert, wächst die Gefahr, dass man selbst einen von
jenen 112 Verkehrsunfällen verursacht, die sich täglich auf
österreichischen Straßen ereignen.

Hohe Unfall-Dunkelziffer

Laut Verkehrsunfallstatistik 2007 des Kuratoriums für
Verkehrssicherheit sind im Straßenverkehr 644 Menschen ums Leben
gekommen, bei 25 war vermutlich Übermüdung die Hauptunfallursache.
Die tatsächliche Anzahl der Unfälle wegen Sekundenschlafs dürfte
Schätzungen des ÖAMTC zufolge allerdings wesentlich höher liegen. Die
ASFiNAG gibt dem Sekundenschlaf gar die Schuld an einem Drittel der
tödlichen Verkehrsunfälle auf Autobahnen und Schnellstraßen.

Ziellos im "Blindflug"

Der Sekundenschlaf dauert zwar nur zwischen ein und fünf Sekunden.
Aber der Fahrer ist je nach Geschwindigkeit über mehr oder weniger
lange Strecken unkontrolliert unterwegs - bei einem
Fünf-Sekunden-Nickerchen mit Tempo 100 sind das immerhin 140 Meter im
"Blindflug".

Allianz Experte Wölfl appelliert deshalb an das
Verantwortungsbewusstsein der Kfz-Lenker, sich bei ersten
Warnsignalen des Körpers nicht ans Steuer zu setzen. Wer Symptome wie
schwere Augenlider, oftmaliges Gähnen oder unwillkürliches Kopfnicken
nicht ernst nehme, riskiere schließlich nicht nur sein eigenes Leben,
sondern auch das anderer Verkehrsteilnehmer.

Nützliche Links:

Kuratorium für Verkehrssicherheit: Verkehrsunfallstatistik 2007
http://www.ots.at/redirect.php?verkehr

ÖAMTC: Sekundenschlaf - reaktionslos unterwegs
http://www.oeamtc.at/netautor/pages/resshp/anwendg/1119011.html

ÖAMTC: Anzahl der Sekundenschlaf Unfälle höher als statistisch
erfassbar
http://www.ots.at/redirect.php?sekunden

ORF: Übermüdung im Auto kostet viele das Leben
http://wien.orf.at/stories/188197/

Rückfragehinweis:

Dr. Marita Roloff
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Gruppe in Österreich
   Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien
   Tel: 01/878 07 - 80726, Fax: - 40261
   E-Mail: [email protected]
   Internet: www.allianz.at

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