• 12.02.2009, 13:44:27
  • /
  • OTS0207 OTW0207

HIV/AIDS Awareness-Kampagne "safe4fun" startet Schulprojekt - BILD

Kondom-Ribbon - entwickelt von den Schülern des Parhamergymnasiums im Rahmen des safe4fun-Schulprojektes

Wien (OTS) - Jugendliche wissen heute so viel wie noch nie über
HIV und Safer Sex - und sie gehen mit dem eigenen Risiko so sorglos
um wie noch nie. Dieser Widerspruch war für das pharmazeutische
Unternehmen Pfizer Anlass, die HIV/AIDS Awareness-Kampagne "safe4fun"
ins Leben zu rufen. Nun geht safe4fun in die Schule und startet ein
Projekt, das Lehrer unterstützt und Jugendlichen Raum gibt für Fragen
und aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Safer Sex und HIV/AIDS.

In Österreich infizieren sich täglich 1-2 Menschen mit dem
HI-Virus. Die meisten Neuerkrankungen sind inzwischen auf sexuelles
Risikoverhalten zwischen Mann und Frau zurückzuführen. Speziell junge
Menschen verhalten sich zunehmend riskant. Ein Drittel aller
Jugendlichen vergisst oder verzichtet beim "ersten Mal" auf ein
Kondom. Sie sind sich ihres Risikos nicht bewusst und halten HIV/AIDS
noch immer für ein Thema, das in erster Linie Drogenabhängige oder
Homosexuelle betrifft. Der zunehmend sorglose Umgang von Teenagern
mit dem Risiko einer HIV-Infektion zeigt den dringenden Bedarf an
Aufklärung und war für das pharmazeutische Unternehmen Pfizer Anlass,
in Kooperation mit der Österreichischen AIDS-Gesellschaft und den
AIDS-Hilfen Österreichs im März vergangenen Jahres die
Awareness-Kampagne "safe4fun" ins Leben zu rufen.

"safe4fun" will junge Menschen am Anfang ihrer Sexualität bewusst
machen, dass HIV/AIDS kein Randgruppenthema ist, sondern alle
betrifft - jeder kann sich anstecken, der ungeschützten
Geschlechtsverkehr riskiert. Dr. Robin Rumler, Geschäftsführer von
Pfizer Österreich, hält daher die nächsten Schritte im Rahmen der
Kampagne für besonders wichtig: "Nach der Entwicklung der Webseite
www.safe4fun.at, die mit bzw. von Jugendlichen für Jugendliche
gestaltet wurde, und einem Elternservice [1] gehen wir nun in die
Schule. Wir starten in Zusammenarbeit mit der Aids Hilfe Wien ein
Projekt in einem Wiener Gymnasium, das als Pilot für eine Kooperation
mit anderen Schulen steht."

Sex & HIV: vernachlässigtes Thema in der Schule

Sexualerziehung an Österreichs Schulen ist zwar im Lehrplan
enthalten, wie und in welchem Umfang in der Schule über Sexualität
und die Verhütung von Schwangerschaft sowie sexuell übertragbare
Krankheiten wie HIV/AIDS informiert wird, hängt großteils vom
Engagement der (Biologie)Lehrer ab. Das Konzept des
fächerübergreifenden Unterrichts wird an kaum einer Schule umgesetzt.
Viele Pädagogen fühlen sich mit diesem sensiblen Thema allein
gelassen und manchmal auch überfordert.

Laut einer österreichweiten Schülerbefragung [2] werden
Informationen über Sexualität, Verhütung und sexuell übertragbare
Erkrankungen wie AIDS im Aufklärungsunterricht lediglich im Umfang
von insgesamt durchschnittlich 3,6 Stunden wahrgenommen. Dabei
konzentriert sich der Unterricht weniger auf aktive
Auseinandersetzung sondern wird von den Schülern vorwiegend als
Frontalvortrag erlebt. Nur 43% der befragten Jugendlichen konnten
mitarbeiten, diskutieren etc. Sexualerziehung ist aber mehr als reine
Vermittlung von Wissen wie Babys gemacht werden. Toleranz und Abbau
von Vorurteilen in Bezug auf sexuelle Orientierung,
Entstigmatisierung HIV-positiver Menschen, Verantwortung für sich und
den Sexualpartner, Wertschätzung des eigenen Körpers und damit
Risikobewusstsein für sexuell übertragbare Erkrankungen wie HIV/AIDS
sind mindestens genauso wichtige Themen. "Damit Jugendliche Risiken
und Folgen einschätzen lernen und vermeiden können, ist es enorm
wichtig, ihnen Raum für Fragen zur Sexualität zu geben und gemeinsam
mit ihnen Antworten zu entwickeln. Oft geht das mit Außenstehenden
leichter als mit Lehrern", erklärt Dennis Beck, Obmann der Aids Hilfe
Wien. Das zeigte auch die Schülerumfrage: Mehr als die Hälfte der
befragten Schüler der Oberstufe bevorzugen von einer außerschulischen
Person über Sexualität informiert zu werden. Genau dort setzt das
Schulprojekt von safe4fun an.

Schulprojekt lässt Schüler aktiv werden

Die Oberstufe des Wiener Gymnasiums am Parhamerplatz wird dieses
Sommersemester ganz im Zeichen von HIV/AIDS stehen. "Das Thema
HIV/AIDS wird das gesamte Semester lang in diversen Gegenständen in
den Unterricht eingebaut. Eine Mediengruppe begleitet die Aktivitäten
in Form von Fotoreportagen, gestalteten Plakaten und Webauftritt",
beschreibt Mag. Stefan Böck, Direktor des Parhamergymnasiums das
Projekt. Startschuss ist am 17. Februar: "Wir starten mit einer
Filmvorführung im Künstlerhauskino. Bei diesem Event werden die
Schüler u.a. durch bewegende Einzelschicksale sehr emotional ins
Thema geführt und über die bevorstehenden Aktionen informiert."

Highlight: Der AIDS-Tag

Höhepunkt des Themen-Schwerpunktes HIV ist ein "AIDS-Tag", an dem
sich die gesamte Oberstufe anstelle des regulären Unterrichts in
Workshops, die nicht von Lehrern sondern von Externen gestaltet
werden, aktiv mit dem Thema HIV und AIDS auseinandersetzt. Die Aids
Hilfe Wien wird Informations-Workshops und Fragestunden durchführen,
Gespräche mit HIV-Betroffenen sollen das Leben mit HIV begreifbar
machen und den Jugendlichen das eigene Risiko unmittelbar vor Augen
führen. Dabei werden Themen wie Diskriminierung, Ausgrenzung, Ängste,
Verlust von Perspektiven, Partnerschaft trotz HIV usw. diskutiert.
Beim ebenfalls extern moderierten PlayDECIDE Diskussionsspiel [3]
wird die kritische Auseinandersetzung mit HIV/AIDS unter
Berücksichtigung sozialer, gesundheitlicher und rechtlicher Aspekte
gefördert. Hier ist neben Wissen vor allem die Meinung der Schüler
gefragt.

Die Kreativ-Workshops - geleitet von jungen Kreativen - runden das
breite Angebot des Aidstages ab. "Schüler sollen sich eigene Gedanken
machen und sich phantasievoll mit HIV/AIDS auseinandersetzen. Durch
jugendaffine Angebote wie Workshops zu den Themen Manga, Fotografie,
Schülerzeitung und Rap/Hip-Hop-Songwriting kommt für die Jugendlichen
auch der Spaß nicht zu kurz", zeigt sich der Schuldirektor vom
Angebot überzeugt. Rumler ergänzt: "Bei safe4fun geht es darum, sich
mit viel Spaß und Lust mit dem Thema Safer Sex auseinanderzusetzen.
Wir verzichten deshalb ganz bewusst auf Belehrungen und erhobenen
Zeigefinger. Unser Ziel ist es, die Kompetenzen der Jugendlichen zu
stärken und ihre Eigenverantwortung zu fördern, um Safer Sex zu einer
Selbstverständlichkeit werden zu lassen."

Linktipp
www.safe4fun.at - die Webseite rund um Safer Sex

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit haben wir uns darauf
beschränkt, im Text die männliche Form zu verwenden. Wir bitten aber
alle Frauen, sich persönlich und herzlich angesprochen zu fühlen!

[1] Das safe4fun-Aufklärungspaket unterstützt Eltern in der
Sexualerziehung. Erhältlich unter eltern.safe4fun.at zum Download im
pdf-Format und in gedruckter Form kostenlos zu bestellen unter
0800/1234 25 00

[2] GfK-Schülerbefragung, CAWI, n=557, 10-19 Jährige, Dez 2007

[3] PlayDECIDE: http://www.science-center-net.at/

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at .

Rückfragehinweis:

und Bildmaterial in Printqualität:
   Mag. Elisabeth Stöcher
   Pfizer Austria
   Tel: 01/521 15-672
   mailto:[email protected]
   presse.safe4fun.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel