• 12.02.2009, 09:33:48
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Augarten: Bürger fühlen sich von Politikern betrogen

Bürgerbeteiligung am Leitbild verkommt zur Fußnote

Wien (OTS) - Auf Initiative der Stadt Wien haben seit 2007
Initiativen und interessierte Bürger in arbeitsintensiven Sitzungen
an der Erstellung eines Leitbilds zur künftigen Entwicklung des
Augartens mitgewirkt. Am 10. Februar wurde das Leitbild "Augarten und
Umfeld" durch die MA 21A präsentiert. Die bereits im Juni letzten
Jahres geäußerten Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Die
beteiligten Bürger blieben von jeglicher Redaktion ausgeschlossen.
Sie durften zwar Ideen einbringen, wichtig wäre aber die Einbindung
aller in die Erstellung des Leitbilds gewesen. Nicht verwunderlich,
dass die Ergebnisse widersprüchlich sind. Für die Ausarbeitung der
Grundsätze des Leitbilds zeichnen daher ausschließlich Magistrat und
Projektleitung verantwortlich. Sogar der ausdrückliche Wunsch vieler
Initiativen, die Formulierung "Alle noch nicht ausgenützten
Baulandwidmungen sollen in Grünland umgewidmet werden" den
Grundsätzen anzufügen, wurde - ohne Diskussionsmöglichkeit - einfach
ignoriert. Den Bürgern verblieb nur die Rubrik "Fußnoten". Vom
Leitbildprozess bleibt wenig Konkretes. Selbst die Umsetzung bleibt
fraglich. Eigentlich selbstverständliche Verwaltungsaufgaben werden
nun als erfolgreiche Bürgerbeteiligung verkauft. Gegen dieses
Vorgehen protestieren auf das Schärfste: Verein Freunde des Augartens
(www.baustopp.at), Josefinisches Erlustigungskomitee
(www.erlustigung.org), Plattform Augarten, Mütter und Väter für den
Augarten, Arge Umfeld Augarten.

Rückfragehinweis:
Verein Freunde des Augartens, Mag.a Eva Hottenroth,
Tel.: 0699 1945 3841, www.baustopp.at

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