OTS0212 / 09.02.2009 / 18:53 / Channel: Politik / Aussender: ÖVP Bundesparteileitung
Stichworte: Bildung / Hahn / Regierungsklausur / Universitäten / ÖVP


Regierungsklausur – Johannes Hahn: Wissenschaft, Forschung und Bildung sind entscheidende Basis - FOTO =


   Utl.: Wissenschaftsminister informiert über Uni-Finanzierung und 
Novelle zum Universitätsgesetz 2002  =
    Sillian, 09. Februar 2009 (ÖVP-PD) „Wissenschaft, Forschung und 
Bildung sind die entscheidende Basis für die erfolgreiche 
Entwicklung unserer Gesellschaft“, so Wissenschaftsminister Dr. 
Johannes Hahn bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit 
Bildungsministerin Schmied nach der ersten Arbeitssitzung im Rahmen 
der Regierungsklausur in Sillian. Der Wissenschaftsminister zeigte 
sich erfreut über die lebhafte Debatte zu den Themen Wissenschaft 
und Bildung, an der sich alle Regierungsmitglieder beteiligt 
hatten, und informierte in der Pressekonferenz über die Uni-
Finanzierung sowie die Novelle zum Universitätsgesetz 2002. ****
    „Je höher die Bildung, desto höher ist auch das Verständnis für 
demokratiepolitische Prozesse“, so der Wissenschaftsminister 
weiter. Daher sei Qualität „ein ganz wesentliches Merkmal“ - um 
diese aber sicherzustellen brauche es auch eine gewisse Quantität, 
sprich eine entsprechende Finanzierung. Für den Bereich der 
Universitäten berichtete Johannes Hahn vom bereits fixierten 
Globalrahmen für die Universitätsfinanzierung der Jahre 2010 bis 
2012, wo es insgesamt 1,6 Milliarden Euro geben wird. Weiters 
verwies Hahn auf die Abarbeitung der Generalsanierungsoffensive I 
mit einem Volumen von 500 Millionen Euro und dem Konjunkturpaket 
II, das Universitätsbauten mit einem Gesamtvolumen von 328 
Millionen Euro beinhaltet. Überdies gibt es für die Universitäten 
eine Geräte-Offensive in der Größenordnung von 34 Millionen Euro, 
mit der die Universitäten weiter modernisiert werden sollen. 
    Hahn ging in der Pressekonferenz auf die Novelle zum 
Universitätsgesetz 2002 ein, mit der u.a. der Universitätszugang 
auf allen Ebenen neu geregelt werden soll. „Wir werden die Novelle 
im Laufe dieses Quartals in den Ministerrat bringen, die 
parlamentarische Behandlung erfolgt dann im zweiten Quartal, so 
dass einer Beschlussfassung zu Beginn des Sommers nicht mehr im 
Wege steht“, informierte Hahn über den Zeitplan. Wesentlich ist aus 
Sicht des Wissenschaftsministers, dass der erfolgreich beschrittene 
Weg, nämlich die Autonomie der Universitäten, fortgesetzt wird und 
Erkenntnisse der letzten Jahre sowie jüngste Erfahrungen mit 
Parlamentsbeschlüssen eingearbeitet werden. 
    Weiters informierte Hahn über die Möglichkeit von 
Gestaltungsvereinbarungen mit den Universitäten: „Es geht dabei 
auch darum, dass wir gesamtösterreichische Bedürfnisse bei der 
Zusammenarbeit von Hochschulen etc. definieren. Wir wollen hier die 
Angebote optimieren.“ Er habe dazu bereits vor einem Jahr den 
Wissenschaftsrat mit den notwenigen Vorarbeiten betraut. Hahn 
rechnet damit, dass in ein bis eineinhalb Jahren konkrete 
Ergebnisse am Tisch liegen.
    Für Johannes Hahn liegt ein weiterer Schwerpunkt in der 
Propagierung von Bachelor-Studien und v.a. des –Abschlusses als ein 
vollwertiges Studium, das auch eine entsprechende Akzeptanz in der 
Gesellschaft finden müsse. „Von Seiten des Bundes werden wir eine 
Vorreiterrolle einnehmen müssen und Bachelor-Abschlüsse damit eine 
A-Wertigkeit erfahren. Denn die Wirtschaft orientiert sich 
diesbezüglich in Besoldungsfragen am Bund“, sagte Hahn. Weiters 
ging Hahn auf die bereits angekündigte Frauenquote von 40 Prozent 
in den Uni-Gremien an. „Ich bin kein Quotenfan“, so Hahn, „aber 
eine Frauenquote in allen Uni-Gremien wird notwendig sein“. 
    Abschließend betonte der Wissenschaftsminister zur Diskussion 
rund um die Islam-Studie: „Ich freue mich, dass es so schnell 
möglich war, in der Diskussion um die Islam-Lehrer eine Festlegung 
zu treffen. Künftig dürfen nur mehr jene als Pädagogen arbeiten, 
die über eine einschlägige tertiäre Ausbildung in Österreich oder 
adäquaten europäischen Einrichtungen verfügen.“ Johannes Hahn sieht 
darin auch „einen wesentlichen und notwendigen Beitrag zur 
Qualitätssicherung“. 
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