- 09.02.2009, 18:37:42
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Schmied: Bildung zentrales Element, um Krise durchzustehen
Engagierte Investitionen in Schulinfrastruktur - Bildungsstandards 2011/2012 Realität - Neue Reifeprüfung soll 2013/14 in AHS starten
Sillian (SK) - "Arbeiten für Österreich" - so lautet das Motto der
zweitägigen Regierungsklausur im Osttiroler Sillian, bei der
Montagnachmittag das Thema Bildung auf dem Programm stand.
Bildungsministerin Claudia Schmied unterstrich die wesentliche
Bedeutung von Bildung: So sei "Bildung ein zentrales Element, um die
Krise durchzustehen und das Wachstum für die Zukunft zu sichern".
Auch reduziere Bildung das Risiko, arbeitslos zu werden, bekräftigte
Schmied, die unterstrich, dass die SPÖ-geführte Regierung engagierte
Investitionen in die Schulinfrastruktur durchführt. Bis Ende 2009
werde eine ExpertInnengruppe Vorschläge für eine neue
Lehrerausbildung erarbeiten, während die Bildungsstandards bis zum
Schuljahr 2011/12 Realität sein sollen. Schmied zeigte sich weiters
überzeugt, dass die teilstandardisierte Reifeprüfung, die zentral für
die Qualitätssicherung ist, "bis Juni 2014 umgesetzt werden kann".
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Bildung habe weit über die Schule hinaus wesentliche Bedeutung: So
erhöhe Bildung etwa das individuelle Einkommen. Studien machten hier
deutlich, dass Menschen mit Pflichtschulabschluss in Österreich um 34
Prozent weniger verdienen als Menschen mit oberem Sekundarabschluss.
Zudem sei Bildung die Basis für internationale Wettbewerbsfähigkeit
und gleiche auch Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen
aus. Daneben begünstige Bildung die Integration von MigrantInnen,
steigere das Wirtschaftswachstum und Bildung sei auch notwendiger
Bestandteil der Globalisierungsstrategie, nannte Schmied weitere
Vorteile.
Allein heuer und im nächsten Jahr würden 600 Millionen Euro in
Bundesschulen investiert, so Schmied, die betonte, dass auch das
zehnjährige Schulentwicklungsprogramm im nächsten Ministerrat
behandelt werde. Zum Thema Lehrerausbildung neu betonte die
Bildungsministerin, dass hier sicherzustellen sei, dass die
"bestgeeigneten den Lehrberuf ergreifen" - hierfür werde es ein
Aufnahmeverfahren als Orientierungshilfe und auch als
qualitätssicherndes Element geben. Angestrebt wird von Schmied hier
"höchstes pädagogisches und inhaltliches Niveau", wichtig sei zudem
eine verstärkte Durchlässigkeit. Überdies sei der Umstand, dass
zwischen 2012 und 2025 rund 50 Prozent der LehrerInnen in Pension
gehen, auch dahingehend zu nutzen, in enger Kooperation mit dem
Bundeskanzleramt ein neues Dienst- und Besoldungsrecht für neu
eintretende Lehrer auszuarbeiten. Ebenso zu diskutieren seien die
Einstiegsgehälter, so Schmied, die sich noch in dieser
Legislaturperiode Umsetzungsmaßnahmen erwartet.
Bereits 3.000 Lehrlinge bei Projekt "Lehre mit Matura"
In Sachen Bildungsstandards bekräftigte Schmied, dass diese beginnend
mit dem AHS-Bereich umgesetzt werden, der BHS-Bereich werde in einem
nächsten Schritt folgen. Zum Thema Lehre mit Matura (kostenlose
Matura-Ablegung für Lehrlinge parallel zur Lehre) hielt Schmied fest,
dass die diesbezüglichen Vereinbarungen mit allen Bundesländern
abgeschlossen seien. Schon jetzt nehmen 3.000 Lehrlinge am
Pilotprojekt teil, zeigte sich Schmied erfreut. Auch würden die
Kapazitäten im berufsbildenden Schulwesen ausgebaut, bis 2013 werden
insgesamt rund 8.300 Ausbildungsplätze dazu kommen. (Schluss) mb
Rückfragehinweis:
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Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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