- 05.02.2009, 11:45:16
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Marek: Vereinbarkeit von Familie und Beruf laufend verbessern
Staatssekretärin vertritt Österreich beim informellen Treffen der Familienminister in Prag
Prag (BMWFJ-OTS) - "Familien sind das Fundament unserer
Gesellschaft, sie brauchen Zeit, finanzielle Sicherheit und
bestmögliche Infrastruktur. Das Wohl des Kindes und echte
Wahlfreiheit sind Basis für unsere familienpolitische Arbeit. Eines
unserer Kernthemen ist daher, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
für Frauen - und auch für Männer - permanent zu verbessern", betonte
Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für
Wirtschaft, Familie und Jugend, als Vertreterin Österreichs beim
informellen Treffen der EU-Familienminister, das auf Einladung des
tschechischen Arbeits- und Sozialministers Petr Necas im Rahmen der
EU-Präsidentschaft in Prag stattfand.
Marek zeigte sich erfreut, dass die Vereinbarkeit von Familie und
Beruf auch auf EU-Ebene ein wichtiges Thema ist. Durch Initiativen
wie die "Europäischen Allianz für Familien" könne ein verstärkter
Austausch über bewährte Verfahren und best practice Modelle
stattfinden und zu einem Voneinander-Lernen führen.
Im Bereich der Transferleistungen stehe Österreich im europäischen
Vergleich ausgezeichnet da, nun müsse im Bereich der Familienpolitik
höheres Augenmerk auf die Rahmenbedingungen gelegt werden. Mit dem
Familienpaket im Rahmen der Steuerreform sei hier ein wichtiger
Schritt gesetzt worden.
Als bewährtes Modell aus Österreich führte Marek das bereits 2002
eingeführte und mit Jahresbeginn 2008 wesentlich verbesserte
Kinderbetreuungsgeld an. Die mit 1.1.2008 geschaffene Wahlmöglichkeit
zwischen drei nach Bezugsdauer und monatlicher Leistung
unterschiedlichen Bezugsvarianten (je höher die monatliche Leistung,
desto kürzer die maximale Bezugsdauer) gebe zusammen mit der
Zuverdienstmöglichkeit, die gemeinsam mit der geplanten Einführung
einer einkommensabhängigen Variante des Kinderbetreuungsgeldes mit
1.1.2010 flexibilisiert und in Hinblick auf die Berechnung
vereinfacht werden soll - den Eltern einen größeren
Entscheidungsspielraum, wie ihr Kind aufwachsen soll. Vor allem die
Kurzvariante des Kinderbetreuungsgeldes setze positive Impulse für
das Erwerbsleben von Frauen und fördere den Wiedereinstieg.
Mit der Einführung eines verpflichtenden kostenlosen letzten
Kindergartenjahres (vormittags) bekomme der Kindergarten eine
"Brückenfunktion" zur Schule, was die Bildungschancen der Kinder
erhöhe. Für die Jahre 2009 und 2010 seien dafür je 70 Millionen Euro
an Bundesmitteln vorgesehen. Für weitere Initiativen im Bereich der
Kinderbetreuungseinrichtungen und flexiblen Angebote - zum Beispiel
durch Tageseltern - auch im ländlichen Raum werde in den Jahren 2008
bis 2010 von Bund, Ländern und Gemeinden zusätzlich insgesamt eine
Summe von 260 Millionen Euro investiert. Zur weiteren Verbesserung im
Bereich der Kinderbetreuungseinrichtungen sollen in Österreich
grundlegende Qualitätsstandards entwickelt werden, was auch im
Regierungsprogramm festgehalten ist.
Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei die Wirtschaft ein
wichtiger Partner. Dass für Familienanliegen offene Unternehmen
durchaus Vorteile aus dieser Einstellung ziehen können, habe - so
Marek - eine von ihr in Auftrag gegebene Studie im März 2008
nachgewiesen: Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
zahlen sich demnach für Unternehmen betriebswirtschaftlich aus und
zeigen positive Auswirkungen auf Motivation, Fehlzeiten, Fluktuation
und Rückkehrquote nach der Karenz.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
Staatssekretariat: DI (FH) Lukas Pohl, Tel.: (01) 711 00-5838
Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel.: (01) 711 00-5130
mailto: [email protected]
Internet: http://www.bmwfj.gv.at
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