OTS0169 / 04.02.2009 / 14:15 / Channel: Politik / Aussender: Grüner Klub im Parlament
Stichworte: Atomkraft / EU / Energie / Grüne / Lunacek / Politik / Umwelt


Lunacek: EU darf Atomenergie nicht weiter forcieren

Utl.: Kein Verlass auf Sozialdemokraten und Konservative - "Die Chancen für mehr Arbeitsplätze, mehr Forschung liegen in einer neuen europäischen Energiepolitik" =


   Wien (OTS) - "Die Zustimmung der Mehrheit des Europäischen
Parlaments zum Bericht über die europäische Energiestrategie ist ein
böses Vorzeichen", erklärte die stv Klubobfrau der Grünen und
Spitzenkandidatin für die Europawahl, Ulrike Lunacek. "Mit Hilfe des
Märchens, die Atomkraft wäre sicher, sauber und wettbewerbsfähig wird
derzeit mit großem Druck eine üble Renaissance der Nuklearenergie
betrieben", so Lunacek. "Das Votum zeigt, dass auf
SozialdemokratInnen und Konservative in der Atomfrage kein Verlass
ist. Sie haben diesem Votum im Parlament den enttäuschenden Ausgang
verschafft. Statt die Zeichen der Zeit zu erkennen und durch massive
Investitionen in erneuerbare Energien und Maßnahmen der
Energieeffizienz, die Antworten auf die Arbeits-, Wirtschafts- und
auf die Klimakrise zu kombinieren, wird auf Energieformen des letzten
Jahrhunderts zurückgegriffen.
Kritik übte Lunacek an SPÖ und ÖVP. "Der Einfluss von Hannes Swoboda
und Otmar Karas in ihren Fraktionen ist offenbar so gering, dass sie
ein solches Votum nicht verhindern können", sagte Lunacek und
verweist auf die konkreten Abstimmungslisten.
"Die Atomindustrie lobbyiert unter dem Vorwand des Klimaschutzes.
Dabei muss sie mit Milliardengeldern aus staatlichen Kassen gestützt
werden, wie die unglaublich teure und immer wieder verzögerte
Fertigstellungen der beiden derzeit im Bau befindlichen
Atomkraftwerke in Frankreich und Finnland beweisen. In einer
zukunftsfähigen Energiestrategie haben Atomenergie, Atommüll und der
Kampf um Uran-Reserven nichts verloren. "Ganz im Gegenteil liegen in
der Energieeffizienz und in Investitionen in Erneuerbare Energien die
notwendigen Voraussetzungen für einen zukunftsgerichteten
Strategieplan", meint Lunacek.
Rückfragehinweis:
   Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at
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OTS0169    2009-02-04/14:15
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