- 02.02.2009, 11:52:17
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Wirtschaftsminister Mitterlehner setzt Maßnahmen zur Sicherung der Arbeitsplätze
"Gemeinsame Verantwortung trotz Übergabe der Arbeitsagenden an Sozialminister Hundstorfer"
Wien (BMWFJ-OTS) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner
übergab heute wie im Regierungsprogramm vereinbart zwei Sektionen zum
Thema Arbeit an Sozialminister Rudolf Hundstorfer. Ins
Wirtschaftsministerium wechseln dafür die Familien- und
Jugendagenden. Auch im neuen Zuschnitt des Ministeriums bleibt für
Mitterlehner das größte Thema die Sicherung der Arbeitsplätze. "Wir
werden die Arbeitslosigkeit partnerschaftlich bekämpfen und dafür
sorgen, dass die Menschen in Österreich möglichst lange in
Beschäftigung bleiben. Dabei werde ich nicht nur Sozialminister
Rudolf Hundstorfer unterstützen, sondern vor allem neue Maßnahmen,
wie die Ausweitung der unternehmensbezogenen Arbeitsmarktförderung
und die Verbesserung der Jugendbeschäftigung, setzen", präzisierte er
seine Vorhaben.
Mitterlehner zog über die vergangenen Jahre für den Arbeitsmarkt
eine positive Bilanz. Vor allem die Zahl der Beschäftigten stieg
massiv an. Der Jahresdurchschnittsbestand an unselbstständig
Beschäftigten lag im Jahr 2008 bei 3,421.000 Menschen. Das ist um
76.500 oder 2,3 Prozent mehr als im Jahr davor. Damit wurde der
größte Beschäftigungszuwachs seit 35 Jahren erzielt. Trotz des
schwierigen konjunkturellen Umfelds hat die Zahl der Arbeitsplätze
auch im Dezember noch zugenommen. Selbst im Jänner ist diese Zahl
nach vorläufigen Hochrechnungen noch um 0,3 Prozent gestiegen. 82
Prozent des Zuwachses entfallen auf Frauen. Somit sind die Chancen
von Frauen am Arbeitsmarkt gestiegen.
Allerdings schlägt die Finanzkrise schon auf den Arbeitsmarkt
durch. Die Arbeitslosenrate legt seit November zu und liegt jetzt bei
8,3 Prozent (nationale Quote). Besonders bedauerlich ist der Anstieg
der Jugendarbeitslosigkeit.
Wirtschaftsminister Mitterlehner steuert dieser Entwicklung mit
mehreren Maßnahmen entgegen.
1. Unternehmensbezogene Arbeitsmarktförderung
Bei der unternehmensbezogenen Arbeitsmarktförderung können Betriebe,
die Arbeitsplätze schaffen, einen Zuschuss des Bundes beantragen.
Dieser wird nach bisherigen Usancen von den Ländern verdoppelt. 2007
wurden dafür 15 Projekte mit einem Volumen von fünf Millionen Euro
gefördert. 2008 30 Projekte mit einem Volumen von 25 Millionen. Für
heuer und nächstes Jahr stehen jeweils 40 Millionen bereit.
Gegenwärtig liegen bereits 26 Projektanträge mit einem
Fördervolumen von 8,1 Millionen Euro und einem Investitionsvolumen
von 280 Millionen Euro vor. Davon wurden zwölf Projekte bereits
genehmigt.
Die Vergaberichtlinien wurden jetzt geändert. Unternehmen müssen
nicht mehr zehn Prozent neue Arbeitsplätze schaffen, wenn sie einen
Zuschuss bekommen möchten. Es genügt auch die Einreichung eines
zukunftsgerichteten Investitionsprojektes zur Sicherung der
Arbeitsplätze, um einen Zuschuss zu bekommen.
2. Lehrlingsausbildung
Das Lehrlingspaket Neu bietet allen Jugendlichen die Möglichkeit eine
Lehre zu absolvieren. Bekommen die Lehrlinge keinen Platz in
Betrieben, so können sie eine überbetriebliche Lehre absolvieren. In
diesem Auffangnetz sind derzeit 7000 Menschen in Ausbildung. Derzeit
gibt es 10.000 Stellen, noch heuer wird auf 12.000 aufgestockt
werden.
Ferne finden die Lehre mit Matura, die seit dem vergangenen Jahr
angeboten wird, und die Modularisierung der Lehrberufe großen
Anklang. Heuer wird die Elektrotechnik in die Modularisierung
aufgenommen werden.
3. Sicherung der Liquidität in den Betrieben
Damit die Betriebe weiter gut wirtschaften können, ist es wichtig,
Kredite, die von den Banken derzeit nur schleppend bzw. zu teuren
Konditionen vergeben werden, bereit zu stellen. Hierbei sind bei der
Austria Wirtschaftsservice (AWS) die ERP-Kredite auf ein
Gesamtvolumen von 550 Millionen Euro für 2009 aufgestockt worden und
bereits zu 75 Prozent beantragt bzw. vergeben. Das ist ein massiver
Hinweis auf die Kreditklemme. Auch die Haftungen wurden aufgestockt.
Damit die Unternehmen auch von diesen Möglichkeiten erfahren,
absolviert das AWS gemeinsam mit der Wirtschaftskammer in ganz
Österreich Informationsveranstaltungen. Konkrete Informationen
erhalten Förderungs- und Kreditwerber auch auf www.konjunkturpaket.at
und unter der aws-Hotline 01 501 75 - 100.
Weil nicht alle Banken bei der Vergabe von ERP-Krediten mitziehen,
insbesondere bei der Vergabe von Mikrokrediten, beantragt die AWS
eine Erweiterte Bankenkonzessionen und überlegt bei Fortbestand
dieser Situation die direkte Vergabe von Krediten an die Unternehmen.
Mit der Oesterreichischen Nationalbank ist vereinbart, dass sie
das Monitoring über die Kreditvergabe der Banken verstärkt und
verfeinert. Einen ersten Bericht werden Minister Mitterlehner und
Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny in etwa vier Wochen vorstellen.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Sprecherin des Ministers: Mag. Waltraud Kaserer Tel. Büro: (01) 711 00-5108 Tel. mobil: +43 664 813 18 34 Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel.: (01) 711 00-5130 mailto:[email protected] Internet: http://www.bmwfj.gv.at
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