- 27.01.2009, 11:22:44
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Kinderfreunde erfreut über Durchbruch bei elementaren Bildungseinrichtungen
Wien (SK) - Die Österreichischen Kinderfreunde als eine der
größten Trägerorganisationen im elementaren Bildungsbereich freuen
sich über die jüngsten Ankündigungen der MinisterInnen Schmied und
Hahn zur Reform der Kindergartenausbildung. "Der Plan,
KindergartenpädagogInnen künftig gemeinsam mit allen anderen
pädagogischen Berufen auf tertiärem Niveau auszubilden, bedeutet eine
richtiggehende Revolution im elementaren Bildungsbereich", freut sich
Gernot Rammer, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen
Kinderfreunde. Die Kinderfreunde haben immer betont, dass eine
Ausbildungsreform der wichtigste Schlüssel zur Anhebung der
Bildungsqualität im Kindergarten ist. ****
Eine bessere Ausbildung künftiger ElementarpädagogInnen wird diese
besser befähigen, mit den schwieriger gewordenen Anforderungen in der
Praxis fertig zu werden. Aber auch Themen wie Berufsimage,
Entlohnung, Männeranteil im Kindergarten und viele andere brennende
Fragen bekommen mit dieser Ankündigung neuen Schwung. Für die
geplante ExpertInnenkommission fordern wir BM Schmied und BM Hahn
auf, auch ExpertInnen aus dem Feld der Elementarbildung für die
Beratungen einzuberufen.
Das Ziel der Kinderfreunde, den Kindergarten als Bildungseinrichtung
weiter zu etablieren, wird auch durch die jüngsten Entwicklungen in
den Bundesländern beflügelt. Nach der Reihe beschließen Landtage die
Einführung von Gratiskindergartenangeboten. "Wir freuen uns für die
Bildungschancen der Kinder über diesen positiven Wettbewerb. Am
Anfang sind unsere Vorschläge bekämpft und belächelt worden. Jetzt
sehen wir bereits die ersten Schritte der Umsetzung", so Rammer.
Noch ist aber viel zu tun. Nach wie vor gibt es keine Initiative für
ein Bundesrahmengesetz, das den Qualitätsrahmen für alle Kinder in
Österreich vorgibt, und dem Bildungsministerium zugeordnet ist. So
muss etwa die Gruppengröße verkleinert und der
PädagogInnen-Kind-Schlüssel verbessert werden. Wir fordern auch nach
wie vor die Einführung eines weiteren Pflichtjahres und ein
Gratisangebot, das ab 2 Jahren gilt und ganztags zur Verfügung stehen
muss. Noch fehlt aber die breite politische Einsicht, dass
Elementarpädagogik ein eigenständiger Bildungsbereich ist, der
tausende Kinder überhaupt erst in die Lage versetzt, eine
erfolgreiche und positive Schulzeit zu durchlaufen.
Insbesondere in Krisenzeiten ist der Staat gut beraten, in die
Bildung der Kinder zu investieren. Diese Investitionen wirken
nachhaltig und verbessern die Zukunftschancen einer ganzen
Generation. Österreich hat mit den jüngsten Entscheidungen zur
Elementarbildung begonnen, sich auf die Überholspur zu begeben.
Rammer dazu abschließend: "Wenn beim Reformeifer nicht nachgelassen
wird, könnte Österreich aus dem letzten Drittel heraus das -
europäische - Feld von hinten aufrollen." (Schluss) gd
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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