- 26.01.2009, 15:15:38
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Dachverband Energie-Klima kritisiert Mitterlehneraussagen
Kanduth: Mitterlehner unterschätzt die Leistungsfähigkeit der heimischen Industrie der Erneuerbaren

Wien (OTS) - "Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner verkennt
die Leistungsfähigkeit der heimischen Industrie für erneuerbare
Energieträger dramatisch, wenn er, wie zuletzt in einem Interview mit
einer steirischen Tageszeitung, einem Potential von nur 28 % das Wort
redet", erklärt der Obmann des Dachverbandes Energie-Klima
Kommerzialrat Robert Kanduth. Das Potential liege deutlich über der
EU-Vorgabe von 34 %. "Die Politik verhindert in Österreich vor allem
einen Heimmarkt im Bereich der Photovoltaik", konstatiert Kanduth.
Fast 100% der in Österreich produzierten Module gingen ins Ausland.
Mitterlehners Behauptung, dass das österreichische Ökostromgesetz
(ÖSG) dem deutschen Erneuerbaren Energie Gesetz (EEG) ebenbürtig sei,
könne schon deswegen nicht stimmen, da Bayern bereits 2 Prozent
seines Strombedarfs mit sicherem und sauberem Sonnenstrom decke und
Österreich erst 3 Promille, rechnet Kanduth dem Minister vor. Gerade
nach dem Lieferstopp von russischem Gas sei es ein Gebot der Stunde
vorbehaltlos heimische Ressourcen und Kapazitäten zu nutzen. "Das
Ökostromgesetz muss völlig neu überdacht werden" fordert Kanduth und
verlangt einen runden Tisch von allen Anbietern erneuerbarer
Energietechniken mit dem Minister, da im Ministerium ein
traditionelles Informationsdefizit in dieser Richtung herrsche.
Kanduth weiters, Energieeffizienz sei zwar richtig und gut aber
Restwärme und Strom werden weiterhin gebraucht werden, daher sind die
Bereiche der Energiebereitstellung nicht zu vernachlässigen.
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Mag. Silvia PAINER, Tel.: 01 523 50 80 40, [email protected]
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