- 26.01.2009, 10:24:25
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Marek: Offene Märkte für Österreichs stark exportorientierte Wirtschaft wichtig
Staatssekretärin Marek bei der informellen Tagung der EU-Handelsminister in Brüssel
Brüssel (BMWA-OTS) - Auf Einladung des tschechischen Ministers für
Industrie und Handel, Martin Riman, fand gestern, Sonntag, in Brüssel
eine informelle Tagung der EU-Handelsminister statt, bei der
Österreich durch Staatssekretärin Christine Marek vertreten wurde. Im
Zentrum der Beratungen stand die Frage, mit welchen Instrumenten der
Handelspolitik in der derzeitigen Wirtschaftslage gegengesteuert
werden kann. "Ziel der Europäischen Union bleibt es weiterhin, das
Hauptaugenmerk auf offene Märkte mit klaren Spielregeln zu legen", so
Marek im Rahmen des Treffens.
Die Staatssekretärin betonte weiters, dass offene Märkte gerade
für Österreichs stark exportorientierte Wirtschaft - die Exportquote
lag im Jahr 2007 einschließlich der Dienstleistungen bei 58,3 Prozent
- besonders wichtig seien. In diesem Zusammenhang sprach sich Marek
dafür aus, protektionistischen Bestrebungen anderer Länder klar
entgegenzutreten.
"Eine besondere Rolle bei der Sicherung offener Märkte wird
weiterhin der WTO zukommen", so die Staatssekretärin. Ein Abschluss
der Doha-Verhandlungsrunde sei nun umso dringlicher, um das derzeitig
gegebene Ausmaß an Marktöffnung zumindest abzusichern. Österreich
trete dafür ein, die Arbeiten zur Finalisierung der Modalitäten
energisch voranzutreiben. Parallel dazu sollen die Verhandlungen über
regionale und bilaterale Freihandelsabkommen fortgesetzt werden, um
insbesondere die zahlreichen Handelshemmnisse, mit denen
EU-Unternehmen in Drittländern konfrontiert sind, zu beseitigen. Auch
die besonderen Bedürfnisse von KMUs seien zu berücksichtigen.
In ihren Ausführungen wies Staatssekretärin Marek abschließend
darauf hin, dass in einer neuen Generation von Freihandelsabkommen
auch Themen wie Umweltschutz und Soziales enthalten sein müssten, da
diese für eine nachhaltige Weiterentwicklung der
Wirtschaftsbeziehungen von großer Bedeutung seien. Selbstverständlich
werde auch die besondere Verantwortung gegenüber den
Entwicklungsländern weiterhin wahrzunehmen sein. Bei all diesen
Bemühungen dürfe gerade die Kommunikation mit den Bürgerinnen und
Bürgern nicht vergessen werden, um die Vorteile der EU-koordinierten
Handelspolitik darzustellen.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Staatssekretariat: DI (FH) Lukas Pohl, Tel.: (01) 711 00-5838
Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel.: (01) 711 00-5130
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