• 21.01.2009, 10:00:00
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Großes Ehrenzeichen der Republik Österreich für Landschaftsschützer Christian Schuhböck - BILD

Christian Schuhböck, Generalsekretär der "Alliance For Nature"

Wien (OTS) - Wurde der "Alliance"- Generalsekretär noch vor
einigen Jahren wegen seines Einsatzes zum Schutz und zur Erhaltung
der Semmeringbahn samt ihrer umgebenden Landschaft im Kampf gegen den
Basistunnel vor den Richter in den Wiener Justizpalast zitiert, wird
der Vater des "Weltkulturerbes Semmeringbahn(R)" und "Welterbes
Wachau(R)" heute Mittwoch, 21. Januar 2009, mit einer der höchsten
Auszeichnungen der Republik Österreichs geehrt.

Bereits als Student setzte sich Dipl.-Ing. Christian Schuhböck für
die Erhaltung und den Schutz des Natur- und Kulturerbes in Europa ein
und gründete hierfür die Natur-, Kultur- und
Landschaftsschutzorganisation "Alliance For Nature" mit Sitz in Wien,
die er seither als Generalsekretär leitet.

1988/89 organisierte er die Initiative "Rettet das Dorfertal", um
einerseits die Ostalpen vor dem größten geplanten Speicherkraftwerk
zu bewahren und andererseits den Nationalpark Hohe Tauern auch auf
Tiroler Boden zu ermöglichen. Für diese Initiative wurde er als
26-Jähriger mit dem Österreichischen Staatspreis für
Umweltschutzausgezeichnet. Ebenso im Kampf gegen das Donau-Kraftwerk
bei Hainburg und für den Nationalpark Donau-Auen östlich von Wien
erwarb sich der Wiener in den 80er und 90er Jahren seine Verdienste
und wurde hierfür mit dem Niederösterreichischen Umweltpreis
ausgezeichnet.

Seit 1990 arbeitet der Landschaftsökologe im Sinne der
UNESCO-"Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt"
und trug wesentlich zum Beitritt Österreichs zur Welterbe-Konvention
1993 bei. Erstmals in der österreichischen Naturschutz-Geschichte
wandte Christian Schuhböck in den 90er Jahren nicht den
"Nationalpark" sondern das "Welterbe" als Schutzinstrument an, um
eine Natur- und Kulturlandschaft vor einem großtechnischen Eingriff
zu bewahren. Denn im Landschaftsschutzgebiet
"Semmering-Rax-Schneeberg" sollte ein 22 km langer Basistunnel
errichtet werden, der die Semmeringbahn ersetzen würde. Selbst eine
Klage und der damit verbundene zweijährige Prozess wegen seiner
öffentlichen Berichterstattung über die Gefährdung des
Wasserhaushaltes hielten Schuhböck nicht davon ab, gegen das
umstrittene Projekt anzukämpfen. Die Natur gab ihm schließlich Recht:
Ein massiver Wassereinbruch in den Sonderstollen und das Absacken des
Wasserspiegels veranlassten die Behörde, dem Projekt die
naturschutzrechtliche Bewilligung zu verwehren. Zudem gelang es dem
"Alliance"-Generalsekretär 1998, die Semmeringbahn mit ihrer
landschaftlichen Umgebung in den Kreis der Welterbestätten zu führen.
Die Semmeringbahn ist die erste Eisenbahn weltweit, der von der
UNESCO zum "Welterbe der Menschheit" erklärt wurde.

Im Jahr 2000 gelang es Dipl.-Ing. Christian Schuhböck trotz des
Widerstandes der zuständigen Beamten, die Wachau zum Welterbe
erklären zu lassen. Schuhböck hat diese zwei Welterbestätten
gegründet und damit ehemals gefährdete Landschaften bzw.
Kulturdenkmäler in Österreich unter den Schutz der internationalen
Staatengemeinschaft gestellt. Seither gilt er als Vater des
"Weltkulturerbes Semmeringbahn" und des "Welterbes Wachau".

Auch außerhalb der Grenzen Österreichs hat Christian Schuhböck für
den Schutz herausragender Natur- und Kulturlandschaften gesorgt: So
hat der Naturschützer dazu beigetragen, dass 2001 die
Hochgebirgsregion rund um den Aletschgletscher samt Jungfrau, Mönch
und Eiger in den Berner Alpen (Schweiz) zum Weltnaturerbe ernannt
wurde und auf sein Betreiben hin wurde diese Welterbestätte 2007
sogar um die großen Bergmassive Blümlisalp und Wetterhorn erweitert.

Die Initiativen von Dipl.-Ing. Christian Schuhböck haben bereits
weltweite Vorbildwirkung: 1999 wurde die indische
Darjeeling-Himalaya-Eisenbahn zur zweiten Eisenbahn-Welterbestätte
erklärt und 2008 wurde die Rhätische Bahn in der Schweizer
Kulturlandschaft Albula/Bernina zur dritten Eisenbahn-Welterbestätte
ernannt. 2002 wurde Deutschlands Fluss- und Kulturlandschaft des
Oberen Mittelrheintales in die UNESCO-Welterbe-Liste aufgenommen.

Für seinen ausdauernden und gewissenhaften Beitrag zum Schutz und
zur Wertsteigerung des natürlichen und kulturellen Erbe Europas wurde
Herrn Christian Schuhböck im Jahr 2002 die "Europa Nostra Medal of
Honour" von Seiner Königlichen Hoheit Prinz Henrik von Dänemark (als
Präsident von Europa Nostra) im Beisein von Königin Margrethe II.
verliehen.

Mit der Verleihung des "Grossen Ehrenzeichens für Verdienste um
die Republik Österreich" würdigt der Bundespräsident die Leistungen
von Dipl.-Ing. Christian Schuhböck, die dieser auf dem Gebiet des
Natur-, Kultur- und Landschaftsschutzes für unser Land erbracht hat.

Der Festakt beginnt um 10:00 Uhr im Marmorsaal des
Regierungsgebäudes, Stubenring 1, 1010 Wien.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at .

Rückfragehinweis:
Mag. Stefan Oberhauser, 1. Vorsitzender der "Alliance For Nature"
Tel.: 0043 (0)676 / 907 72 58

Generalsekretariat der "Alliance For Nature"
Tel.: 0043 (0)1 / 893 92 98

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF

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