- 20.01.2009, 13:41:16
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Grünewald zu Unis: Jubel über Budgetsteigerungen noch verfrüht
"Erreichung der zwei Prozent BIP für Unis nicht garantiert"
Wien (OTS) - "Es scheint, dass die geschlossenen Proteste der
Universitätenkonferenz und der Forschungsförderungsinstitutionen und
diverser Räte wie der Opposition erste Früchte tragen", erklärte der
Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, zu den
Ankündigungen der Regierung, den Universitäten jährlich 400 Millionen
Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen. "Dennoch widersprechen sich
die Aussagen Hahns und des Vizekanzlers Pröll, der kürzlich 40
Prozent mehr Finanzmittel innerhalb der nächsten fünf Jahre für den
gesamten Forschungsbereich versprach, was einer jährlichen
Steigerungsrate unter zehn Prozent entsprechen würde", bleibt
Grünewald vorerst skeptisch. Nicht extra abgegolten werden die Kosten
eines für den Nachwuchs essentiellen Kollektivvertrages und auch der
Entfall der bisher üblichen Zuwendungen der Nationalbank an die
Forschung muss hier noch mitbedacht werden.
Der zur Erreichung des Regierungsbeschlusses von zwei Prozent des BIP
für die Universitäten errechnete Budgetpfad scheint mit der Zusage
Hahns jedenfalls noch nicht garantiert, warnt Grünewald. Er fordert,
auch den Fachhochschulen nicht die Mittel für ihren geplanten Ausbau
vorzuenthalten und sowohl den Forschungsförderungsfonds und die
Akademie der Wissenschaften so zu dotieren, dass sie ihrer Aufgabe
der Projekt- und Profilförderung auf international üblichem Niveau
nachkommen können. Ohne Hilfe dieser Organisationen würde die
universitäre Forschung empfindlich leiden und hätten viele
NachwuchswissenschafterInnen wenig Perspektiven, hält Grünwald fest.
"Trotzdem begrüße ich dieses erste Einlenken und versichere Minister
Hahn jede mögliche Unterstützung in seinen schwierigen
Budgetverhandlung mit Finanzminister Pröll", schließt Grünewald.
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]
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