• 13.01.2009, 11:49:58
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Evangelische Kirche zur Lage im Nahen Osten

Nur gerechter Friede auf Basis internationaler Resolutionen kann gleichberechtigtes Miteinander bringen - Evangelische Delegation bereist im Februar Israel und Palästina

Wien (OTS) - Zu den kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen
Osten hat der Evangelische Oberkirchenrat A.u.H.B., das
Leitungsgremium der Evangelischen Kirche A.u.H.B. in Österreich, in
seiner Sitzung am Dienstag, 13. Jänner, Stellung genommen. "Wir
appellieren an alle Verantwortlichen in der Krisenregion, das
Blutvergießen zu beenden, und wir appellieren an die Verantwortlichen
in Europa, auf die Kriegsparteien einzuwirken, dass die Waffen zum
Schweigen gebracht werden. Wir sind bestürzt über die neuerliche
Eskalation der Gewalt, die Leid, Tod und Zerstörung mit sich bringt
und nur zu neuem Hass und Feindseligkeit führt", heißt es in der von
Bischof Michael Bünker und Landessuperintendent Thomas Hennefeld
unterzeichneten Stellungnahme.

Nur ein gerechter Friede zwischen Israel und Palästina auf der Basis
internationaler Resolutionen könne die Lösung des Konfliktes und ein
gleichberechtigtes Miteinander bringen. Die vielen
israelisch-palästinensischen Friedensinitiativen seien "ermutigende
Zeichen, dass Menschen über Gräben und Mauern hinweg mit Phantasie
und Hartnäckigkeit Wege aufzeigen können, die zu einem friedlichen
Miteinander der noch verfeindeten Völker führen". Dabei komme den
Glaubensgemeinschaften die besondere Aufgabe zu, die
friedensstiftende Kraft der eigenen Religion zu nutzen, um Brücken zu
schlagen und die Spirale der Gewalt zu stoppen. "Unsere
Schwesterkirche, die Evangelisch-lutherische Kirche in Jordanien und
dem Heiligen Land (ELCJHL) leistet durch ihre unermüdliche
Versöhnungsarbeit in Schulen und Gemeinden einen wertvollen Beitrag
zu einem friedlichen Miteinander", erinnert der evangelische
Oberkirchenrat. Seit mehreren Jahren setzen sich verschiedene
Organisationen der evangelischen Kirchen für Friedens- und
Versöhnungsarbeit zwischen Israelis und Palästinensern ein. In diesem
Sinn hat die Evangelische Kirche zum zweiten Mal nach 2005 eine
Studien- und Begegnungsreise initiiert, die vom 7. bis 15. Februar
stattfinden wird. Wie schon bei der ersten Reise wird der Schwerpunkt
auf Begegnungen mit Menschen liegen, die sich aktiv um Frieden und
Versöhnung in der Region bemühen.

Am 4. Jänner fand in der St. Stefan-Basilika in Jerusalem ein
ökumenisches Gebet für den Frieden statt. Die Evangelische Kirche
lädt in der Stellungnahme Christinnen und Christen auch in Österreich
dazu ein, das Gebet, das dort gesprochen wurde, mitzubeten.

Der volle Wortlaut der Stellungnahme und des Gebets findet sich auf
http://www.evang.at/naher-osten.html

Rückfragehinweis:
epdÖ
Tel.: (01) 712 54 61 DW 12
Dr. Thomas Dasek
mailto:[email protected]
http://www.evang.at

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