• 07.01.2009, 14:35:49
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Orthodoxe Christen für Versöhnung, Toleranz und Dialog

Wien: Metropolit Staikos feierte "Große Wasserweihe" am Donaukanal - Gedenken an die Leiden der der Menschen im Irak und im Heiligen Land

Wien, 6.1.09 (KAP) Den Geist der Versöhnung, der Toleranz, des
Dialogs und des Friedens unter allen Menschen guten Willens betonte
der Wiener griechisch-orthodoxe Metropolit Michael Staikos bei der
"Großen Wasserweihe", die heuer bereits zum dritten Mal am 6. Jänner
am Wiener Donaukanal nahe der Schwedenbrücke vollzogen wurde. Der
Metropolit tauchte bei diesem feierlichen Ritus, mit dem die
orthodoxe Kirche an die Taufe Jesu im Jordan erinnert, drei Mal ein
goldenes Kreuz in die Fluten. Im Hinblick auf die aktuelle
Weltsituation sagte Metropolit Staikos in seiner Predigt wörtlich:
"In dieser Stunde der Lobpreisung des Herrn denken wir mit Gefühlen
der Solidarität an die leidenden Christen im schwer geprüften Irak
wie auch an die Menschen in Gaza, Palästinenser und Israeli. Denn das
Leiden und der Tod eines jeden Menschen bedeutet die Verletzung oder
den Verlust des Bildes Gottes". Jeder Mensch sei - "unabhängig von
Sprache, Volks- oder Religionszugehörigkeit" - Abbild Gottes.

Mit der "Großen Wasserweihe" wollen die orthodoxen Christen zeigen,
dass sie Wien und Österreich so sehr lieben, "um die Gnade Gottes für
alle Menschen in dieser ihrer zweiten Heimat zu erbitten, unabhängig
von Nationalität, Sprache und Religion", unterstrich Metropolit
Staikos. Christus habe die menschliche Gestalt angenommen und sich in
den Fluten des Jordan taufen lassen, um einerseits bei den Menschen
zu sein und andererseits den Weg der Rettung aufzuzeigen, den jeder
Christ beschreiten soll. Zur Erinnerung an die Taufe Jesu, bei der
"Himmel und Erde einander umarmen", finde am Fest der "Erscheinung
des Herrn" überall dort, wo orthodoxe Christen leben, die "Große
Wasserweihe" statt. Sie sei Zeichen des christlichen Glaubens, dass
durch die Erscheinung Gottes auf Erden nicht nur der Mensch, sondern
die gesamte Schöpfung verklärt wird "und alles neu geworden ist".

Bei der "Großen Wasserweihe" wirkten griechisch-orthodoxe und
rumänisch-orthodoxe Priester (mit Bischofsvikar Nicolae Dura an der
Spitze) zusammen. Hunderte orthodoxe Christen - unter ihnen auch der
griechische Botschafter Panayotis Zografos - und "Freunde der
Orthodoxie" nahmen teil. (ende)
K200900135
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