Land prüft Möglichkeit gesetzlicher Regelung für Schihelmpflicht

Korrektur zu OTS0077

Salzburg (OTS) - In der Meldung OTS0077 von heute 14:13 Uhr "Land prüft Möglichkeit gesetzlicher Regelung für Schihelmpflicht" muss es heißen: "Landeshauptfrau Burgstaller lässt daher Möglichkeiten gesetzlicher Regelungen für eine vorgeschriebene Schihelmpflicht für Kinder bis 14 Jahren (nicht "ab 14 Jahren") prüfen."

Die korrigierte Meldung lautet daher:

"Die derzeitige Häufung von Unfällen beim Schifahren zeigt, dass es immer notwendiger wird, mehr für die Sicherheit auf den Schipisten zu tun." Das betonte Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller heute, Montag, 5. Jänner. Landeshauptfrau Burgstaller lässt daher Möglichkeiten gesetzlicher Regelungen für eine vorgeschriebene Schihelmpflicht für Kinder bis 14 Jahren prüfen und will generell dieses Thema vermehrt im Bewusstsein der Wintersportler verankern.

Für eine Helmpflicht für Kinder bis 14 Jahren spricht beispielsweise das überdurchschnittliche Risiko für Kopfverletzungen bei Kindern. Aufgrund der kindlichen Proportionen und der schwä-cheren Muskulatur tragen Kinder häufiger Kopfverletzungen davon als Erwachsene. "Und da schon sehr viele Schifahrer mit Helm unterwegs sind, sind Nicht-Helmträger bei Zusammenstößen mit Helmträgern besonders gefährdet", ergänzte Landeshauptfrau Burgstaller, die besonders auch auf die Vorbildwirkung der Eltern verwies.

Möglichkeiten der gesetzlichen Verankerung gebe es zum Beispiel wie in Italien mit einem Gesetz mit Verpflichtung der Pistennutzer, erklärte Landeshauptfrau Burgstaller, oder mit einem Gesetz mit Verpflichtung der Seilbahnen. In Schweden wiederum gebe es eine freiwillige Konvention der Pistenbetreiber.

Es müsse das Bewusstsein, dass die immer bessere Pistenpräparierung und neue Techniken beim Schimaterial zu höheren Geschwindigkeiten auf den Schipisten führen, gestärkt werden. Daher sei der Helm als Schutz für die Schifahrer besonders wichtig, so Burgstaller.

Jährlich kommt es auf Österreichs Schipisten zu rund 68.800 Unfällen, davon 8.000 mit Kindern unter 15 Jahren. Die meisten tödlichen Schiunfälle sind auf schwere Kopfverletzungen zurück-zuführen. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes OGM aus dem Jahre 2005 brachte hervor, dass die Österreicher mehrheitlich (62 Prozent) für die Einführung einer generellen Helmpflicht für Kinder auf heimischen Schipisten seien. Bei einer Umfrage des Marktfor-schungsinstitutes Spectra im Jänner 2008 (persönliche Interviews mit 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählten Personen) gaben 64 Prozent der Befragten an, sie würden die grundsätzliche Idee einer Schihelmpflicht sehr gut beziehungsweise gut finden. 83 Prozent sind für die Einführung des Kopfschutzes bei Schulschikursen.

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