- 05.01.2009, 14:13:05
- /
- OTS0077 OTW0077
Land prüft Möglichkeit gesetzlicher Regelung für Schihelmpflicht
Burgstaller: Thema Sicherheit auf den Schipisten vermehrt im Bewusstsein der Wintersportler verankern
Salzburg (OTS) - "Die derzeitige Häufung von Unfällen beim
Schifahren zeigt, dass es immer notwendiger wird, mehr für die
Sicherheit auf den Schipisten zu tun." Das betonte Landeshauptfrau
Mag. Gabi Burgstaller heute, Montag, 5. Jänner. Landeshauptfrau
Burgstaller lässt daher Möglichkeiten gesetzlicher Regelungen für
eine vorgeschriebene Schihelmpflicht für Kinder ab 14 Jahren prüfen
und will generell dieses Thema vermehrt im Bewusstsein der
Wintersportler verankern.
Für eine Helmpflicht für Kinder ab 14 Jahren spricht
beispielsweise das überdurchschnittliche Risiko für Kopfverletzungen
bei Kindern. Aufgrund der kindlichen Proportionen und der schwächeren
Muskulatur tragen Kinder häufiger Kopfverletzungen davon als
Erwachsene. "Und da schon sehr viele Schifahrer mit Helm unterwegs
sind, sind Nicht-Helmträger bei Zusammenstößen mit Helmträgern
besonders gefährdet", ergänzte Landeshauptfrau Burgstaller, die
besonders auch auf die Vorbildwirkung der Eltern verwies.
Möglichkeiten der gesetzlichen Verankerung gebe es zum Beispiel
wie in Italien mit einem Gesetz mit Verpflichtung der Pistennutzer,
erklärte Landeshauptfrau Burgstaller, oder mit einem Gesetz mit
Verpflichtung der Seilbahnen. In Schweden wiederum gebe es eine
freiwillige Konvention der Pistenbetreiber.
Es müsse das Bewusstsein, dass die immer bessere
Pistenpräparierung und neue Techniken beim Schimaterial zu höheren
Geschwindigkeiten auf den Schipisten führen, gestärkt werden. Daher
sei der Helm als Schutz für die Schifahrer besonders wichtig, so
Burgstaller.
Jährlich kommt es auf Österreichs Schipisten zu rund 68.800
Unfällen, davon 8.000 mit Kindern unter 15 Jahren. Die meisten
tödlichen Schiunfälle sind auf schwere Kopfverletzungen
zurückzuführen. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes OGM aus
dem Jahre 2005 brachte hervor, dass die Österreicher mehrheitlich (62
Prozent) für die Einführung einer generellen Helmpflicht für Kinder
auf heimischen Schipisten seien. Bei einer Umfrage des
Marktforschungsinstitutes Spectra im Jänner 2008 (persönliche
Interviews mit 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren
ausgewählten Personen) gaben 64 Prozent der Befragten an, sie würden
die grundsätzliche Idee einer Schihelmpflicht sehr gut bzw. gut
finden. 83 Prozent sind für die Einführung des Kopfschutzes bei
Schulschikursen.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SBG






