- 30.12.2008, 11:56:46
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132.000 Lehrplätze bei Österreichs Betrieben
WKÖ-Präsident Leitl: Trotz Wachstumskrise bilden Firmen um 2000 Lehrlinge mehr aus als 2007 - bisher nur drei einseitige Auflösungen von Lehrverhältnissen durch Dienstgeber
Wien (PWK1004) - "Österreichs Betriebe bilden derzeit fast 132.000
Lehrlinge aus. Das sind um rund 2000 mehr als noch im Dezember 2007.
Damit beweisen die heimischen Unternehmen, dass ihnen die Ausbildung
der Jugend sehr wichtig ist. Damit beweisen sie trotz der
wirtschaftlichen Turbulenzen ein hohes Maß an gesellschaftlicher
Verantwortung." Für Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer
Österreich, zeigt sich auch in einem anderen Punkt, dass Lehrlinge
und Dienstgeber in der Regel positiv zusammenwirken: "Seit Ende Juni
2008 gibt es das neue Berufsbildungsgesetz, welches eine einseitige
Auflösung von Lehrverhältnissen durch den Betrieb unter bestimmten
Auflagen wie etwa einem Mediationsverfahren ermöglicht. Bisher gab es
seit Mitte des Jahres österreichweit nur drei einseitige Auflösungen
von Lehrverträgen durch den Betrieb. Auch da zeigt sich, dass
Österreichs Arbeitgeber äußerst verantwortungsvoll handeln und keine
Politik des hire und fire betreiben."
Das Jugendbeschäftigungspaket, welches Ende Juni 2008 im
Nationalrat beschlossen wurde, hat sich bislang bewährt. Es umfasst
neben einer größeren Flexibilität bei der Lösung von Lehrverträgen
auch die neue differenzierte bedarfsgerechte Lehrlingsförderung sowie
eine Ausbildungsgarantie für Jugendliche.
Durch die zunehmenden konjunkturellen Probleme ist die
Lehrstellenlücke zuletzt aber auf rund 3000 angestiegen. Leitl
appelliert daher an die Betriebe, jede "Möglichkeit zu nutzen, um
Lehrlinge einzustellen. Wer heute Jugendlichen eine Ausbildungschance
einräumt, fördert die Fachkräfte von morgen, welche spätestens beim
nächsten Wirtschaftsaufschwung wieder dringend gesucht werden!"
Infolge der Ausbildungsgarantie und der Teilnahmemöglichkeit etwa an
einer überbetrieblichen Lehrausbildung muss aber kein Jugendlicher
Angst haben, auf der Straße übrig zu bleiben. (Rh)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
Dr. Thomas Neumann
T: 05 90 900-3714
E: [email protected]
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