Stichworte: BIG, Bundesbauten, Konjunktur, Mitterlehner Channel: Wirtschaft
OTS0080   30. Dez. 2008, 11:53

Wirtschaftsministerium und BIG stützen Baukonjunktur mit zusätzlichen 875 Millionen Euro

Mitterlehner: "Damit werden Arbeitsplätze im Baubereich abgesichert"


Mit einer Investitionsoffensive im Bundeshochbau
zieht die Bundesregierung im Rahmen des Konjunkturpaketes II
Baumaßnahmen vor, um die Konjunktur zu stützen. "Nach den
Weihnachtsfeiertagen wird der Blick auf die wirtschaftliche Realität
frei sein. Es ist daher umso wichtiger, dass wir im Bereich der
Bauwirtschaft erst gar keine Lücke oder schlechte Stimmung entstehen
lassen. Daher wollen wir die Strukturen absichern", erklärte
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner heute im Rahmen einer
Pressekonferenz, die er gemeinsam mit BIG-Geschäftsführer Wolfgang
Gleissner gehalten hat. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) zieht
in den Jahren 2009 und 2010 Investitionen in Neubauten und in
Generalsanierungen, für Instandhaltungen, sowie für die thermische
Sanierung in Höhe von 875 Millionen vor. "Damit setzten wir zur
richtigen Zeit die richtigen Maßnahmen, um die Konjunktur zu
stabilisieren und die Arbeitsplätze im Baubereich abzusichern", sagte
Mitterlehner weiter.

BIG-Bauvolumen von 1,4 Mrd. Euro - davon 875 Millionen vorgezogen

Im nächsten Jahr zieht die BIG Investitionen in der Höhe von 355
Millionen Euro vor, im Jahr darauf 520 Millionen Euro. Gemeinsam mit
den ohnedies schon geplanten Maßnahmen ergibt das für die kommenden
zwei Jahre ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von mehr als 1,4
Milliarden Euro. In den Jahren zuvor flossen jährlich rund 300
Millionen Euro in die BIG-Liegenschaften. Im Zuge des
Konjunkturpaketes der Bundesregierung werden diese Investitionen nun
also mehr als verdoppelt.

Die BIG kann die Maßnahmen aufgrund des Beschlusses der
Bundesregierung vorziehen, wonach das Finanzministerium für die nach
den Investitionen an die BIG zu zahlenden höheren Mieten der
betroffenen Ressorts, insbesondere des Bundesministeriums für
Unterricht und Kunst, entsprechende zusätzliche Budgets freigibt.
Diese Zuschlagsmieten werden im Falle der Bundesschulen auf einen
Investitionszeitraum von zehn Jahren gerechnet, im Falle der
Wirtschaftsuniversität Wien auf 25 Jahre. Somit können die
adaptierten Mietverträge in den kommenden Wochen vom
Unterrichtsministerium unterschrieben werden, und die BIG kann sofort
mit den restlichen Planungen bzw. dem Bau/Umbau von Objekten
beginnen. Damit werden Projekte teilweise um Jahre vorgezogen.
Zusätzlich werden die Planungsabläufe um drei bis sechs Monate
beschleunigt.

Sicherung von Arbeitsplätzen im Bau- und Baunebengewerbe

Durch diese Baumaßnahmen bei Bundesbauten will die Bundesregierung
die Baukonjunktur stützen. Das betrifft österreichweit nicht nur die
Baufirmen, sondern vor allem auch das Baunebengewerbe - von den
Verspachtlern und Verputzern über die Elektriker und Installateure
bis hin zu den Malern und Anstreichern. Die BIG sichert bisher durch
ihre Aktivitäten jährlich 8.000 bis 10.000 Arbeitsplätze. Durch die
vorgezogenen Maßnahmen können etwa weitere 3000-4000 Arbeitsplätze
pro Jahr gesichert werden.

Derzeit befinden sich rund 50 Projekte der BIG in Ausführung wobei
im Zuge der Wirtschaftsbelebung in den kommenden zwei Jahren mit 60
weiteren Bauprojekten begonnen wird.

Die Ausgaben für Instandhaltungsmaßnahmen, also für laufende
Sanierungen, werden um rund 25 Prozent erhöht. Während in den
vergangenen Jahren rund 130 bis 140 Millionen Euro pro Jahr
investiert wurden, steigen diese Ausgaben in den Jahren 2009/10 auf
jeweils rund 180 Millionen Euro.

Zusätzlich werden in den beiden Jahren 2009 und 2010 jeweils 150
Millionen Euro im Rahmen der thermischen Sanierung (Fassaden- und
Fenster-Vollwärmeschutz sowie Verbesserung der Haustechnik)
baurelevant zur Umsetzung gebracht.

Die Investitionen in Neubau oder Generalsanierungen belaufen sich
2009 insgesamt auf rund 360 Millionen Euro. Für 2010 wurden durch den
Beschluss des Konjunkturpaketes für das Jahr 2010 Projektvolumina im
Wert von mindestens 425 Millionen gesichert.

Weitere Details stehen auf der Website des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Arbeit (www.bmwa.gv.at) in der Rubrik "Presse" im
Anschluss an diesen Text zur Verfügung.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0080 2008-12-30 11:53 301153 Dez 08 MWA0002 0606



BM für Wirtschaft und Arbeit Zur Pressemappe

Rückfragehinweis: Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Sprecherin des Ministers: Mag. Waltraud Kaserer,
Tel. Büro: (01) 711 00-5108
Tel. mobil: +43 664 813 18 34
mailto: presseabteilung@bmwa.gv.at
Internet: http://www.bmwa.gv.at

BIG
DI Wolfgang Gleissner: Tel. 050244 - 4005

Aussendungen von BM für Wirtschaft und Arbeit abonnieren: als RSS-Feed per Mail