Wien (OTS) - Überrascht sind wir nicht. Die Causa Graf fügt sich lediglich ins Bild. Einmal ist es die Beschäftigungspolitik, dann sind es Wehrsportübungen. Einmal wird antisemitisch gewitzelt, dann gegen Ausländer agitiert. Einmal wird der Holocaust geleugnet, dann die Waffen-SS relativiert. Aber immer wieder bewegen sich politisch relevante Persönlichkeiten Österreichs an oder sogar jenseits hygienischer Grenzen. Das Diagnose-Spektrum reicht von kleinen Wunden bis zum chronischen Ausfluss. Und jede geforderte Distanzierung wird zum unerträglichen Eiertanz der Worte, zur Spielwiese der Demagogen, die es so nie gemeint haben wollen. Bis der Schwamm drüber ist. Wer das jedoch zur Fragwürdigkeit erklärt, ist nur ein linkslinker Gutmensch, und als solcher Bestandteil einer Jagdgesellschaft. Von einer Mitte keine Spur. So sitzen wir im Gestank, und je länger wir das tun, desto mehr gewöhnen wir uns an dessen Salonfähigkeit. Wir werden den Mief nicht los, stattdessen hören wir: So schlimm ist es gar nicht, wir haben andere Sorgen. Daher werden die Fenster auch von großkoalitionären Geistern nicht geöffnet, die Frischluft bleibt draußen. Das ist in Anbetracht der Launen, die draußen lauern, behaglicher. Weh dem, der das zum Kotzen findet.
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OTS0132 2008-12-29/16:05
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09.02.2010 / 13:25:08 / Freiheitlicher Parlamentsklub - FPÖ
09.02.2010 / 08:00:18 / Barbara Urban - medical media consulting e. U.
08.02.2010 / 12:59:16 / SPÖ Pressedienst
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