• 19.12.2008, 13:27:31
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Weihnachtskampagne des Integrationshauses

Wien (OTS) - Die 14. Gute Zeitung, Inserate in Printmedien und
"Weihnachtssackerln" geben Flüchtlingen Hilfe - und den SpenderInnen
ein gutes Gewissen!

Die 14. Ausgabe der Guten Zeitung wird in diesen Tagen mit einer
Auflage von mehr als 1,5 Mio. Exemplaren an alle im Zustellbereich
von feibra liegenden Haushalte in halb Österreich verteilt. Menschen
in Wien, Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich und in
der Steiermark lesen ein Blatt, das Hilfe und Hoffnung geben soll.
Ein wichtiges Ziel ist auch, eine Verbesserung der rechtlichen und
sozialen Lage von Asylsuchenden als auch der in diesem Jahr besonders
angespannten finanziellen Situation des Integrationshauses zu
erreichen.

Themenschwerpunkt dieser Ausgabe sind berührende Geschichten aus
dem Alltag im Integrationshaus. Die Beiträge stammen von
Chefredakteurin Karin Strobl, Edith Meinhart, Thomas Varkonyi und
Willi Resetarits, zwei Weihnachtsgeschichten steuerten Christine
Nöstlinger und Frank Hoffmann bei. Testimonials der Wiener
Vizebürgermeisterin Renate Brauner, der Nationalratsabgeordneten der
Grünen Alev Korun, Billa-Vorstandssprecher Volker Hornsteiner,
Porr-Direktor Olugbenga Oduala, Schwimm-Europameister Dinko Jukic und
Globalisierungskritiker Jean Ziegler bitten um Unterstützung des
Integrationshauses und der Menschen, die darin leben.

Dieses Haus bietet Flüchtlingen weit mehr als ein Dach über dem
Kopf und eine warme Mahlzeit: Mehrsprachige und professionelle
Intensivbetreuung für Traumatisierte, AlleinerzieherInnen, chronisch
Kranke und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Hilfe beim
Spracherwerb, bei der Ausbildung und der Integration in den
Arbeitsmarkt sind nur einige von zahlreichen Maßnahmen, die den
Menschen, die in ihrer Heimat alles verloren haben, vor allem eines
geben sollen: Hoffnung auf ein neues, besseres Leben.

Heimlicher "Hauptdarsteller" der Guten Zeitung ist wieder ein
Zahlschein, der Spenden zugunsten des Integrationshauses sammeln
soll. Und nicht zuletzt soll das Blatt auch zum 15. Wiener
Flüchtlingsball am 20. Februar
2009 im Wiener Rathaus einladen.

Die Gestaltung der Guten Zeitung übernahmen Rainer Dempf ,
Gottfried Moritz und Erik Turek (buero8). Ermöglicht wurde das
Erscheinen der Zeitung wieder durch die kostenlose Verteilung durch
feibra.

Die politische Botschaft der Zeitung ist, dass Österreich
Asylsuchende mit einem fairen und verfassungskonformen Asylverfahren
vor Krieg, Verfolgung und Gewalt in Schutz nimmt, anstatt sie
auszugrenzen und abzuschieben. Es gibt zwar eine minimale
Grundversorgung, aber zuwenig Beratungs- und Integrationsangebote.
Das Fremdenrechtspaket 2005 und das
Asylgerichtshof-Einrichtungsgesetz haben eine Reihe von Schikanen und
Gemeinheiten gegenüber Asylsuchenden gebracht. Auch das neue
Regierungsprogramm lässt in diesem Bereich nicht viel Gutes erwarten.
"Die Formulierungen im Regierungsprogramm sind vom Geist des
Miißtrauens gegenüber Asylsuchenden getragen, der sie ins
Kriminalisierung-Eck stellt und überall Mißbrauch vermutet, " stellt
Sepp Stranig, Herausgeber der Guten Zeitung fest.

Gleichzeitig werden in profil, Der Standard und falter Inserate
geschaltet, die auf humorvolle Weise die neuen Vorschläge der Frau
Innenministerin, die Gewährung eines humanitären Aufenthaltsrechtes
an private Bürgschaften zu binden, kitisieren und um Spenden für die
Flüchtlingsbetreuung im Integrationshaus bitten ("Wir brauchen
Schotter, Mitzi!"). "Wir brauchen keine Privatisierung von
Rechtsansprüchen durch private Bürgschaften, sondern Geld und
Ressourcen für die Betreuung sowie eine unabhängige Rechtsberatung
und faire Verfahren!" verlangt Sepp Stranig.

Und nicht zuletzt beteiligen sich wieder die Wiener
Umweltstadträtin Ulli Sima und BILLA mit der Aktion "Schenk Dir die
Verpackung" an der Weihnachtskampagne des Integrationshauses. Beim
"natürlich Wien"-Stand am Christkindl-Markt am Wiener Rathaus-Platz
und beim "natürlich Christkind"-Stand am Cobenzl sowie in allen
BILLA-Filialen werden wiederverwendbare Weihnachtssackerln verkauft,
deren Erlös an das Integrationshaus geht.

Mit all diesen Aktionen soll die Arbeit des Integrationshauses im
nächsten Jahr gesichert werden. Die Finanzierung und die Sicherung
der professionellen Arbeit sind Jahr für Jahr eine schwierige
Aufgabe. So müssen etwa 25 % des Gesamtbudgets mit Hilfe von privaten
SpenderInnen, Unternehmenskooperationen und Veranstaltungserlösen
aufgebracht werden.

"Für die intensive Betreuungsarbeit von unbegleiteten
minderjährigen Flüchtlingen, AlleinerzieherInnen und traumatisierten
Flüchtlingen braucht das Integrationshaus ganz dringend
Unterstützung, weil der öffentlichen Hand der besondere
Betreuungsbedarf sowie Rechtsberatung und Integrationsmaßnahmen für
Asylsuchende und Konventionsflüchtlinge zuwenig wert sind! Die
Kostensätze sind seit Jahren eingefroren und keineswegs
kostendeckend. Bitte schenken Sie Flüchtlingen Hoffnung auf ein neues
Leben!" appelliert Andrea Eraslan-Weninger, Geschäftsführerin des
Integrationshauses.

"Wir hoffen, dass unsere diesjährige Weihnachtskampagne als
deutliches Signal gegen Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Hass und
Angst angenommen wird und den Menschen unser Aufruf zum Spenden ans
Herz geht!" wünschen sich Andrea Eraslan-Weninger und Sepp Stranig
unisono.

www.integrationshaus.at

Rückfragehinweis:
Sepp Stranig
Tel.: 0699 1 369 63 63
PS: Titelblatt, Spendenaufrufe und U4 der GZ 14 sind als
druckfähige pdfs erhältlich - Bitte um RR!

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