• 17.12.2008, 12:35:47
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Politischer Schulterschluss im Kampf um jeden Arbeitsplatz

Burgstaller: Deutliches Zeichen der Solidarität / Haslauer: Wir lassen die Arbeitnehmer nicht im Stich

Salzburg (OTS) - "Der heutige Solidaritätsmarsch ist ein
deutliches Zeichen, dass Salzburg geschlossen hinter den
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern von M-real Hallein steht. Der
Kampf um den Erhalt des Standorts und die Sicherung von bis zu 700
Arbeitsplätzen eint Landesregierung, Gewerkschaften, Sozialpartner
über alle Parteigrenzen hinweg", sagte Landeshauptfrau Gabi
Burgstaller heute, Mittwoch, 17. Dezember.

"Wenn heute Abend tausende Menschen für den Erhalt der Halleiner
Papierfabrik, die weit über die Grenzen der Bezirkshauptstadt und des
Tennengaus von größter wirtschafts- und arbeitsmarkpolitischer
Bedeutung ist, kämpfen, ist das ein starkes Signal der
Geschlossenheit der Region und des ganzen Landes", unterstrich auch
Wirtschaftsreferent LH-Stv. Dr. Wilfried Haslauer heute in der
"Aktuellen Stunde" im Salzburger Landtag: "Diese Geschlossenheit und
dieses Bekenntnis braucht es auch auf politischer Ebene. Wir kämpfen
gemeinsam um jeden Arbeitsplatz. Die Papierfabrik in Hallein ist kein
regionales, sondern ein nationales Anliegen!", so Haslauer.

Burgstaller: M-real erhielt vom Land konstruktive Vorschläge

Man stehe heute an einem Punkt, an dem der Konzern M-real vom Land
mehrere konstruktive Vorschläge zur zukunftsfähigen Absicherung des
Standorts erhalten habe, so Landeshauptfrau Burgstaller weiter:
"Dabei geht es etwa um die Vermittlung von Mirko Kovats als
Interessenten für die Übernahme des Werks. Darüber hinaus hat eine
Studie im Auftrag des Landes und der Arbeiterkammer belegt, dass der
Standort betriebswirtschaftlich zu führen ist. Das Land hat sich in
den vergangenen Wochen sehr konstruktiv für eine Lösung und die
Sicherung der Arbeitsplätze eingesetzt. Nun liegt es am Konzern
M-real, wie man mit diesen Vorschlägen umgeht."

Einmal mehr zeigte Burgstaller auch die möglichen Konsequenzen für
M-real auf. Der Konzern müsse damit rechnen, dass bei einem
gewerberechtlichen Schließungsverfahren sehr hohe Kosten entstehen.
Auch müsste der Konzern viel Geld für die Abfertigung der
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die Hand nehmen, so
Landeshauptfrau Burgstaller weiter. "Heute denken wir jedoch nicht an
die Schließung, sondern an die Zukunft des Werks und setzen ein
deutliches Signal der Solidarität mit den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern von M-real und ihren Familienangehörigen. Der Kampf um
jeden Arbeitsplatz ist für das Land Salzburg das Gebot der Stunde",
so Burgstaller.

Haslauer: Wir geben in Salzburg nicht auf!

Die dramatische Situation der Papierfabrik in Hallein sei, so
Wirtschaftsreferent Haslauer, auch ein Beispiel für das
Wirtschaftssystem des "Kolonialkapitalismus", in dem sich zwei
multinationale Konzerne auf dem Rücken der Salzburger
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer den Markt aufteilen, um ohne
Rücksicht auf menschliche Verluste ihre Gewinne zu maximieren. "Die
Salzburger Politik zeigt im geschlossenen Kampf um die Papierfabrik,
dass wir diesem Treiben nicht tatenlos zusehen wollen. Ich fordere
M-real auf, dem österreichischen Unternehmer Mirko Kovats, der
Interesse an der Fortführung des Unternehmens bekundet hat, eine
echte Chance zu geben", sagte Haslauer.

"Spätestens nach dem heutigen Tag muss M-real in Finnland wissen:
Wir geben in Salzburg nicht auf! Wir kämpfen weiter um jeden
Arbeitsplatz und werden alle Mittel, die uns zur Verfügung stehen,
ausschöpfen. Wir lassen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei
M-real, bei den vielen Unternehmen, die am Fortbestand der
Papierfabrik hängen, und ihre Familien nicht im Stich. Wer kämpft,
kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren", betonte der
Landeshauptmann-Stellvertreter.

Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at

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