• 10.12.2008, 20:19:06
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Neues Volksblatt: "Bildung" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 11. Dezember 2008

Linz (OTS) - Es gab Zeiten, in denen es mehr als verpönt war, von
Zuwanderern etwas zu fordern. Zum Beispiel, dass sie
Deutschkenntnisse haben müssen, dass sie ein gewisses Maß an
Integrationsbereitschaft an den Tag legen müssen, oder dass für die
Kinder von Menschen mit Migrationshintergrund die heimischen
Schulgesetze und nicht die Bräuche ihres Herkunftslandes gelten.
Es den Lehrern anzulasten, dass viele Ausländerkinder, zumal jene der
zweiten Generation, hinterherhinken, ist etwas sehr kurz gegriffen.
Solange Migranten glauben, hauptsächlich mit ihrer Muttersprache und
nicht mit der Sprache des Gastlandes durchs Leben kommen zu können
(und es auch schaffen), läuft in Sachen Integration etwas schief. Und
wenn ein Schuldirektor verteufelt wird, weil er darauf besteht, dass
die Pausengespräche auf Deutsch geführt werden, gibt es in Bezug auf
Integration noch Missverständnisse.
Freilich: Dass man mittlerweile halbwegs sachlich über eine
Höchstgrenze pro Klasse für Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache
diskutieren kann, ist ein gutes Signal. Schließlich geht es um das
Beste für die Schüler - und das ist wohl eine optimale Bildung.

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